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Wozu brauche ich Google Currents?

Googles neuer Dienst hört auf den Namen "Currents" ("Strömung") und will dem Leser gebündelt Informationen seiner Lieblings-Webseiten zukommen lassen. Einmal geladen lassen sich Texte, Bilder und Multimedia-Inhalte via Media-App dann auch offline abrufen. handytarife.de hat sich Currents in der Android-Version angeschaut.

Die Applikation an sich ist via Play Store binnen weniger Sekunden heruntergeladen, installiert und damit zur Nutzung bereit. Auf dem Startbildschirm sind die Logos teilnehmender Blogs und Verlage zu sehen, welche bereits sogenannte Editionen für Google Currents erstellten. Dazu zählt unter anderem das Sportmagazin Kicker oder auch die Financial Times Deutschland sowie das Blogger-Netzwerk Blogwerk.

Das Auge freut sich

Die Applikation aktualisiert mit dem Start des Programms die Inhalte sämtliche vom Nutzer ausgewählten Medien, und macht dieser darüber nicht nur offline verfügbar, sondern zeigt sie auch in einem angepassten Layout dar. So weit, so gut – doch wozu das alles? Der Nutzer gibt an, welche Medien er verfolgen möchte und lässt die aktuellen Inhalte via Currents herunterladen, damit er diese später, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, lesen kann. Dafür braucht er dann nämlich nicht einmal zwingend eine Internet-Verbindung. Die würde wiederum dann benötigt, wenn man als Leser die Teilen-Funktion wahrnehmen möchte, sprich das Gelesene über Facebook, Twitter, E-Mail oder sonstigem Wege mit seinen Freunden und Kollegen teilen möchte.
 


Neben Webseiten, welche Currents-optimierte Inhalte anbieten, lassen sich über die Suche die RSS-Feeds von praktisch jeder im Netz verfügbaren Seite miteinbeziehen, die ein RSS-Feed anbietet – allerdings nur der Text, der auch vom Reader erfasst wird. Auf den Punkt gebracht bietet Google in Form von Google Currents einen vor allem für den Leser komfortablen Reader.
Denn ob viele Webseiten davon begeistert sind, dass Ihre Inhalte umgeleitet und nicht mehr auf der eigenen Seite gelesen werden, dürfte zumindest als fraglich gelten. Wer hingegen teilnehmen möchte, kann dies eigenständig mittels der Self-Service-Plattform Producer erledigen.


Fazit: Top für den Leser, aber…


Wer nun regelmäßig Inhalte von Webseiten über sein Smartphone oder das Tablet konsumiert, und das dürften eine ganze Menge Menschen sein, kann dies künftig via Google Currents ziemlich aufgeräumt, übersichtlich und komfortabel erledigen. Der Leser bekommt mit Hilfe der Applikation eine zudem noch durch die Bank sehr einfache Möglichkeit, selbst zu bestimmen, was er unterwegs lesen will.

Aber: Das Nachsehen dürften vor allem Paid-Content-Anbieter haben, denn warum sollte man für Inhalte bezahlen, die via Google Currents kostenlos sogar offline abrufbar sind. Auch Werbeeinblendungen konnten bisher nicht entdeckt werden. Ob derart auf lange Sicht hochwertiger Content überhaupt erstellbar ist, bleibt also fraglich. Und das so lange, bis Google den FAQ-Teil zum Thema Werbung und Currents mit Aussagen füllt und nicht mit einem "coming soon".



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