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Connected Car Tarife


© obs/Skoda Auto Deutschland GmbH

Smart C@r - Tarife für vernetzte Autos

Mobiles Internet im Auto braucht den richtigen Tarif für PKW, Wohnmobil, Caravan etc. Ob das passende Angebot ausgewählt wird, hängt dabei ganz besonders davon ab, ob es um WLAN fürs Auto, dem Auto als Teil der Internet-of-Things oder gleich beide Anbindungen an das mobile Internet geht.

Dank Android Auto und Apple CarPlay verschmelzen Smartphone und Auto zu sehnst. Aus der Koppelung der Freisprechanlage per Bluetooth ist eine vollumfängliche Verbindung von Handy und Automobil geworden, die den Austausch von Daten untereinander ermöglicht und mehr und mehr die Nutzung von Online-Diensten im Fahrzeug ermöglicht. Doch das Mobiltelefon braucht es für eine Verbindung mit dem Internet nicht zwangsläufig. Die Automobilhersteller gehen dazu über, dass der PKW seine eigenen Internet-Anschluss bekommt und somit auch seinen eigenen Mobilfunktarif benötigt.

 

Was ist ein Connected Car?

 

Das Internet-of-Things (engl. für Internet-der-Dinge, Abk. IoT) macht auch vor dem Automobil nicht halt. Das KFZ ist heutzutage vernetzt. Das bedeutet, dass sogenannte “Connected Cars“ - dank des Mobilfunknetzes drahtlos - an das Internet angeschlossen sind. Die Nutzungsszenarios sind dabei ganz individuell. Das geht los mit einem Hotspot im Fahrzeug, der zum Beispiel auch auf Reisen im Wohnmobil zum Einsatz kommen kann. Ist das Fahrzeug selber Teil des Internets, kann es Daten übermitteln, die für Online-Wartung, eCall-Notruf und Concierge-Service hilfreich sein können. Und sogar die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur ist möglich.

 

So wie die Nutzung durch den Fahrer und seine Beifahrer in einem Connected Car unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden muss, sind auch die Herangehensweisen der Hersteller ganz unterschiedlich. Ältere Fahrzeuge kann man mit einem speziellen WLAN-Router fürs Auto nachrüsten, die in der Regel am Zigarettenanzünder angeschlossen werden.

 

Mehr zum Thema Mobilität lesen Sie in unserem Magazin

 

Von Huawei gibt es zum Beispiel den CarFi Mobile WiFi-Router mit LTE-Modem. Dabei handelt es sich um einen WLAN-Router fürs Auto, der in den Zigarettenanzünder gesteckt wird. Bis zu zehn Geräte können dann über dieselbe SIM-Karte mit bis zu 150 Mbit/s – den passenden Tarif vorausgesetzt – surfen. Über einen integrierten USB-Anschluss kann zum Beispiel ein Smartphone gleichzeitig aufgeladen werden.

 

Vehicle-Services als neue Einnahmequelle der Automobilhersteller

 

Neuere PKW kommen mit einem internetfähigen Infotainmentsystem ab Werk. Während hier einerseits ein Rundum-Service vom Autobauer versprochen wird, der häufig kostenpflichtig ist, haben diese Lösungen teilweise den Nachteil, dass sie an bestimmte Mobilfunkbetreiber gebunden sind. Spezielle Tarife für die Nutzung des mobilen Internets im Auto werden zum Beispiel von Cubic Telecom, Telekom und Vodafone angeboten. Diese kommen dann aber leider einem SIM-Lock im Fahrzeug gleich.

 

Die Vernetzung von Fahrzeugen nahm mit Auto-Telefonen ihren Anfang. Sie waren fest mit dem KFZ verbunden und funkten anfänglich im B-Netz bzw. C-Netz. Mit dem D- und dem E-Netz wurden die Telefone handlicher. Handys wurden im Fahrzeug genutzt und führten schließlich auch zu mehreren Änderungen der Straßenverkehrsordnung, damit Fahrer durch die Nutzung ihres Mobiltelefons nicht zur Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer werden.

© handytarife.de

Auch die ersten Navigationssysteme hielten Einzug in das Automobil. Sie konnten im Premium-Segment teilweise auch das Fernsehprogramm empfangen und erhielten per TMC aktuelle Staudaten übermittelt. Die Echtzeit-Verkehrsinformationen lassen sich auch heute noch über diese Radio-Frequenzen empfangen und sind als Live Traffic via DAB+ weiterentwickelt worden.

 

Das Smartphone zwingt die Industrie zum Umdenken

 

Das Smartphone ist nun Telefon, Navigationsgerät, Radio und TV in einem. Neben der Telefonie per 2G- und 3G-Netz, werden Telefonate per Voice-over-LTE, die Routenplanung, Radio- und TV-Streaming über das Internet realisiert. Somit ist es unabdingbar das Internet auch im Auto nutzen zu können. Geschieht dies über das Smartphone des Fahrers, dann reicht der passende Handytarif. Doch sollen mehrere Mitfahrer mit Internet versorgt werden – zum Beispiel das Tablet der Kinder im Fond – oder das Fahrzeug selber mit dem Internet verbinden – um zum Beispiel sogenannte „Vehicle Services“ nutzen zu können - dann braucht es dafür spezielle Hardware und Tarife.

 

Connected Cars sind die Zukunft

 

Der Statista Digital Market Outlook prognostiziert ein Wachstum der Anzahl an vernetzten Fahrzeugen im Connected Car Markt in Europa von 2017 bis 2023 von 25,9 Millionen auf über 106 Millionen Automobile im Jahr 2023. So wird der Umsatz mit Vehicle Services, Connected Hardware und Infotainment Services wachsen. Die Zahlungsbereitschaft für Connected-Car-Service-Pakete liegt laut einer Umfrage von Deloitte bei den 18- bis 30-jährigen bei 55 Euro im Monat. Ältere wollen nur 29 Euro dafür ausgeben.

 

Wie funktioniert Internet im Auto?

 

Sind die Fahrzeuge schon ab Werk mit Internet im oder fürs Auto ausgestattet, dann haben sie häufig den Vorteil über eine Außenantenne zu verfügen. Das verbessert die Empfangsqualität und somit das drahtlose „Auto-Internet“ für alle Insassen. Da das mobile Internet über das Mobilfunknetz im Fahrzeug landet, wird eine SIM-Karte benötigt.

 

Dabei kann es sich um eine ab Werk festverbaute embedded SIM (eSIM) handeln, die dann an einen bestimmten Provider gebunden ist (eine Übersicht zu Autoherstellern und deren Providern sehen sie in der nachfolgenden Tabelle), oder im Auto, zum Beispiel in der Mittelkonsole oder im Kofferraum, befindet sich ein herkömmlicher SIM-Karten-Slot.

 

Da das Auto regelmäßig keine eigene Telefonnummer benötigt, Telefonate und SMS über das gekoppelte Mobiltelefon des Fahrers geführt und abgeschickt werden, benötigt ein Auto einen reinen Datentarif. Solche gibt es schon mit einem Datenvolumen von 5 Gigabyte für eine monatliche Grundgebühr knapp unter 10 Euro, 10 Gigabyte sind schon für unter 20 Euro erhältlich.
 

(Top 10 Automarken nach Erstzulassungen in Deutschland im Februar 2019) SIM-Karten-Slot Cubic Telecom Telekom Vodafone
Volkswagen ✔️ 🚫 🚫
Audi ✔️ 🚫 🚫
Mercedes 🚫 🚫 ✔️
Ford 🚫 🚫 ✔️
BMW 🚫 ✔️ 🚫
Opel 🚫 🚫 🚫
Skoda* ✔️ 🚫 🚫 🚫
Renault 🚫 🚫 🚫
Seat 🚫 🚫 🚫
Hyundai 🚫 🚫 🚫

* ab Ende 2019 wechselt Skoda zu Cubic Telecom. Bisher ist nicht bekannt, ob damit auch die Wahlmöglichkeit des Kunden wegfällt, eine eigene SIM-Karte zu nutzen
 

Internet im Auto: Audi und VW

 

Audi und VW verbauen in ihren neuen Fahrzeugen eine eSIM und arbeitet für die Vernetzung der PKW mit dem Anbieter Cubic Telecom zusammen. Ende 2019 wird auch Skoda diesen Provider nutzen. Um den Hotspot des eigenen Fahrzeugs nutzen zu können, muss also bei dem Anbieter auch Irland das passende Datenpaket erworben werden:

 

Für 2 Gigabyte, die innerhalb von 30 Tagen verbraucht werden müssen, weil sie sonst verfallen, verlangt der Provider 14,49 Euro, 5 Gigabyte schlagen mit 33,99 Euro zu Buche. Wer 25 Gigabyte mit einer Gültigkeit über 365 Tage bucht, zahlt dafür 149,49 Euro. Dafür lassen sich an dem Hotspot aus dem Volkswagen-Konzern bis zu acht Endgeräten in 33 Europäischen Ländern nutzen.

 

Zum Testbericht von Mirrorlink im VW Polo

 

Internet im Auto: BMW

 

Bei BMW heißt die ab Werk verbaute Lösung für das smarte Auto „ConnectedDrive“. Dabei handelt es sich einerseits um Dienste, die für das Fahrzeug bei dem Hersteller gebucht werden. Diese werden ConnectedDrive Kundenportal einzeln oder in Paketen angeboten. Das Premium-Packet „Connected Package Excellence kostet 379 Euro im Jahr und umfasst Remote Services, BMW Online, BMW Connected+, Offboard Sprachverarbeitung, USB Map Update, Real Time Traffic Information, Over-the-air Map Update, Connected Parking, Concierge Services und Apple-CarPlay-Vorbereitung. Die Dienste sind an das Fahrzeug gebunden und können bei einem Besitzerwechsel nicht auf ein anderes BMW-Modell übertragen werden.

 

Einen Ausblick auf zukünftige Geschäftsmodelle gibt der Dienst „BMW CarData“, der die Möglichkeit bietet, auf Basis von Telematikdaten aus dem PKW, Dienstleistungen von Dritten in Anspruch zu nehmen, indem die Daten freigegeben und dorthin übermitteln werden. So etwas ist zum Beispiel bei KFZ-Versicherungen denkbar, deren Beitrag sich nach dem tatsächlichen Fahrverhalten richtet. BMW und Rolls Royce nutzen Hotspot Drive der Telekom. Im Fahrzeug wird der Datentarif des Bonner Mobilfunkbetreibers gebucht.
 

  Cubic Telecom Telekom Vodafone
1 GB - - -
2 GB 14,49 €/ 30 Tage - 9,99 €/ Monat
3 GB - 9,95 €/ Monat -
5 GB 33,99 €/ 30 Tage 14,95 €/ Monat -
10 GB - 24,95 €/ Monat 19,99 €/ Monat
25 GB 149,49 €/ 365 Tage - -
500 GB - - 99,99 €/ Jahr
Datenvolumen nachbuchbar ✔️ ✔️ ✔️
Länder
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Weitere Länder World Pass: 1 GB, 19,95 €/ 7 Tage; Andorra, Republik Korea, Kuwait, Malaysia, Russland, Singapur, Taiwan, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate
Link zum Buchungsportal auto.cubictelecom.com hotspotdrive.com internetinthecar.vodafone.com


Internet im Auto: Ford

 

Auch der Kölner Autobauer bietet einen Wi-Fi-Hotspot für seine Fahrzeug an. Damit können sich bis zu zehn Geräte verbinden, und dann per LTE online gehen. Dafür benötigt die eSIM den „FordPass Connect“. Dieser beinhaltet bei Neuwagen die kostenlose Datennutzung für drei Monate oder bis zu drei Gigabyte. Danach muss über Internet-in-the-car von Vodafone Datenpakete gebucht werden.

 

Internet im Auto: Mercedes

 

„Mercedes Me“ heißt das System der Stuttgarter um die Autos mit dem Stern smart zu machen. Der Basisdienst umfasst zum Beispiel die Fahrzeugdiagnose, für die Fahrzeugdaten übermittelt, sodass bei Pannen oder Unfällen weitere Maßnahmen eingeleitet werden können. Das kann ein Anruf bei einer Werkstatt oder auch Hilfe durch den Pannen- oder Rettungsdienst sein. Ins WWW geht der Mercedes mit Comand Online und dem enthaltenen Wi-Fi-Hotspot zur Verbindung von bis zu 3 mobilen Endgeräten per Internet-in-the-car von Vodafone.

 

Mercedes bietet mit mithilfe eines eigenen Adapters über die OBD2-Schnittstelle, an die dier KFZ-Mechatroniker bei einer Wartung auch seinen Laptop anschließt, eine Möglichkeit zur Nachrüstung der smarten Funktionen für viele Mercedes-Benz Modelle ab Baujahr 2002. Dann lassen sich auch ältere Modelle vom Smartphone aus steuern und Fahrzeugdaten wie zum Beispiel der Tankfüllstand abfragen. Der Adapter kostet 49,49 Euro.

 

Doch auch für Mercedes sind die Vehicle-Services eine zusätzliche Einnahmequelle. Das Komfort-Paket „Fahrzeug-Setup“ beinhaltet zum Beispiel das Speichern von Profilen im Fahrzeug (z.B. Lordose- und Spiegeleinstellung oder Lieblingsradiosender), Abrufen des Fahrzeugstatus (z. B. Tankfüllstand, Reifendruck), Türfernschließung und -entriegelung, Standheizung per Mercedes me App auf Wunschzeit programmieren, Ladestatus bei Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen abrufen und Vorklimatisierung programmieren und die Benachrichtigung per Smartphone bei Beschädigung, Diebstahl oder Abschleppen für 39 Euro pro Jahr.

 

Internet im Auto: Opel

 

Wozu diese feste Bindung an einen bestimmten Dienst führen kann, hat sich bei Opel gezeigt. Der traditionsreiche Automobilhersteller aus Rüsselsheim hat eine lange Leidensgeschichte unter der Obhut von GM hinter sich. Der amerikanische Automobilkonzern hat mit OnStar seine eigene Plattform für digitale Dienste entwickelt und diese auch in Opel-Fahrzeugen verbaut. Nun wurde Opel an Peugeot verkauft – was unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zuletzt zu erfolgsversprechenden Ergebnissen geführt hat- allerdings wird Onstar und der WLAN Hotspot Service zum 31. Dezember 2020 eingestellt. Ab dann geht die eSIM in Opel-Fahrzeugen offline.

 

Zum Testbericht des Navi 900 Intellilink 2 im Opel Astra

 

Internet im Auto: Porsche

 

Der Porsche Remote Services ermöglicht einer zugehörigen Smartphone App den Zugriff auf verschiedene Fahrzeugdaten und Fahrzeugfunktionen. So lassen sich Tripstatistiken und der Fahrzeugstatus abrufen, das Fahrzeug wiederfinden und fernverriegeln und eine Verbotszonen einrichten. Für diesen Vehicle Service verlangt Porsche 99 Euro im Jahr.

 

Die Zuffenhausener verbauen eine eSIM. So können eingeloggte Nutzer von Porsche Connect über das Porsche Communication Management (PCM) ihr gebuchtes Datenpaket verwalten. Hervorzuheben ist aber, dass der Kunde die Wahlfreiheit behält, indem zusätzlich auch ein herkömmlicher SIM-Karten-Schacht im PKW vorhanden ist, sodass hier auch die Möglichkeit besteht, einen eigenen Datentarif auszuwählen.

 

Internet im Auto: Tesla

 

Der Innovationstreiber Tesla könnte auch Vorreiter beim Thema Konnektivität sein. So sorgten die Software-Updates des amerikanischen Autobauers over-the-air zum Beispiel mit der Nachlieferung eines Auto-Piloten für Furore. Tesla bietet ab Sommer 2019 zwei Pakete an. Mit „Standard-Konnektivität“ sind grundlegenden Navigationsfunktionen samt Karten, Musik- und Medienwiedergabe über Bluetooth und Software-Updates über WLAN inbegriffen. Tesla sichert seinen Kunden aber zu, weiterhin wichtige Sicherheitsupdates über die Mobilfunkverbindung des Fahrzeugs anzubieten.

 

Das Premium-Konnektivitäts-Paket bietet zusätzlich den Zugriff auf Satellitenkarten mit Echtzeit-Verkehrsdaten im Navi, Musik- und Datenstreaming, einen Internet-Browser im Model S und Model X sowie Updates über WLAN und Mobilfunk. Erwartet wird, dass dieser Service rund 100 Euro kosten wird.
 

© handytarife.de

Internet im Auto: Volvo

 

Auch Volvo bietet einen Hotspot im Auto an, der betrieben werden kann, indem eine SIM-Karte in den dafür vorgesehenen Kartensteckplatz einlegt wird. So haben Besitzer der neueren schwedischen/chinesischen Modell mit Sensus Connect die freie Wahl beim Datentarif. Dann lassen sich im Auto WLAN bis zu acht Gerätemit dem Internet verbinden. Im Volvo XC90 befindet sich der Kartenslot im Kofferraum.

 

Zum Testbericht von Sensus Connect im Volvo V90

 

WLAN-Hotspot im Auto per Prepaid?

 

Also mal von den Services abgesehen, die hinzugebucht werden können, um einzelne Funktionen per App bzw. online zu steuern, stellen die festverbauten SIM-Karten in den Fahrzeugen einen nicht zu vernachlässigenden Nachteil für Verbraucher dar, weil sie nicht frei wählen können, in welchem Netz, bei welchem Anbieter und zu welchen Konditionen sie einen Mobilfunkvertrag abschließen möchte.

 

Andere Fahrzeuge, zum Beispiel von Volvo, besitzen einen klassischen SIM-Karten-Slot, sodass der Besitzer die Wahl hat. Das ginge natürlich auch mit einer verbauten eSIM, wenn die Hersteller die Möglichkeit schaffen, diese umzuprogrammieren, wenn man den Anbieter wechseln möchte. Dabei ist es ganz egal, ob der Datentarif als Laufzeitvertrag oder Prepaid-Karte daherkommt. Wichtig ist nur, dass der Tarif zum Halter passt. Werden große Datenmengen verbraucht, weil häufiger mehrere Personen über einen längeren Zeitraum mitreisen? Dann kann sich ein Laufzeitvertrag lohnen. Wird der Hotspot nur vereinzelt im Jahr für Urlaubsreisen benötigt, kann hingegen ein flexibles Vertragsmodell oder eine Prepaid-Karte besser passen.

 

Eine weitere Möglichkeit ist eine Multi-SIM, die das Datenvolumen eines bestehenden Mobilfunkvertrages mit verbraucht. So wird kein separater Vertrag benötigt und die Internetverbindung des Autos wird dann über dieselbe Rechnung abgerechnet, wie zum Beispiel der Handytarif des Halters. Es gibt Verträge, bei denen die Multi-SIM kostenlos dazu bestellt werden kann. Klassischerweise wurden diese dann in einem Tablet oder einen Laptop genutzt, doch wenn im Auto ein SIM-Karten-Slot vorhanden ist, dann funktioniert dies hier genauso.

 

Wifi auch für Wohnmobil und Caravan

 

Und wenn ein Auslandsaufenthalt ansteht, dann sollte darauf geachtet werden, dass der gewählte Tarif für das jeweilige Land günstige Konditionen bietet. Grundsätzlich gilt im EU-Ausland, Norwegen, Island und Liechtenstein „Roam-like-at-home“, sodass Bürger der europäischen Union im Urlaub und auf Dienstreise bedenkenlos im Auto surfen können.

 

Doch Achtung: die Mobilfunkanbieter dürfen bei Prepaid-Karten einen Aufschlag für die Nutzung des mobilen Internets erheben, wenn in dem Tarif der in der Heimat berechnete Preis für ein Gigabyte günstiger ist, als der von der EU vorgegebene Höchstpreis. Kunden eines Postpaid-Mobilfunktarifs müssen darauf achten, dass sie sich nicht mehr als vier Monaten am Stück häufiger im EU-Ausland aufgehalten haben als zu Hause und dort auch die Mobilfunkdienste mehr genutzt haben als daheim. Die Provider dürfen sonst eine Benachrichtigung verschicken, nach der der Kunde zwei Wochen Zeit hat, in sein Heimatland zurückkehren. Damit soll dann der Nachweis erbracht werden, dass kein Verstoß gegen die sogenannte Fair-Use-Regel vorliegt. Verstreicht die 14-tägige Fristeinen ausreichenden Beleg, darf der Anbieter Aufschläge ab dem Tag der Warnung erheben.

 

LTE-Router für unterwegs

 

Wer hautsächlich in Deutschland Urlaub macht, kann sich den GigaCube von Vodafone anschauen. Der LTE-Router der Düsseldorfer ist auch durch seinen 230-Volt-Anschluss am Strom auf eine stationäre Nutzung an einem festen Standort ausgelegt. Dieser darf auch wechseln, er muss also nicht festgelegt werden, aber der Düsseldorfer Mobilfunkbetreiber besteht darauf, dass die Anwendung des GigaCubes jeweils für einen Zeitraum von wenigstens 12 Stunden erfolgt. So soll eine generelle mobile Nutzung ausgeschlossen werden. Außerdem behält sich Vodafone eine Form der „Deep Paket Inspection“ (siehe hierzu auch das Thema Zero-Rating) vor, sodass Video-Streaming auf SD-Qualität mit 480p komprimiert werden kann.

 

Frei in der Wahl des Anbieters und des Tarifs ist man zum Beispiel mit einem LTE-Router. Der „Travel Wi-Fi Hotspot“ von Huawei nutzt das 4G-Netz – den passenden Tarif vorausgesetzte – und ist für für alle World-Netzwerke freigeschaltet. So kann also auch im Ausland eine dort heimische Prepaid-Karte erworben und genutzt werden, statt Roaming-Gebühren bezahlen zu müssen.

 

eSIM hat den Weg geebnet

 

Die eSIM wir spätestens in allen Fahrzeugen verbaut, deren EU-Typgenehmigung nach dem 31. März erfolgte.  Denn das auf die 112 basierende bordeigenen eCall-System ist mit der Änderung der Richtlinie 2007/46/EG vorgeschrieben worden. Das Notrufsystem eCall erkennt mithilfe von Sensoren Unfälle und über die eSIM kann automatisch ein Notruf abgesetzt sowie der genaue Standort des Autos übermittelt werden.

 

Das eCall-System lässt sich mithilfe von OBD2-Adaptern von Telekom und Vodafone auch in älteren Fahrzeugen Nachrüsten. Die OBD2-Schnittstelle dient eigentlich zur Ermittlung von Fahrzeugdaten bei der Wartung. Die von den beiden Mobilfunkbetreibern angebotene Hardware verarbeitet die von der Bordelektronik erhobenen Telematik und sendet bzw. empfängt Daten über die verbaute eSIM. Während das Angebot von Vodafone sich auf die geringeren Datenmengen der Telematik beschränkt, kann das Produkt der Telekom durch den verbauten Hotspot auch eine erweiterte Nutzung von Internet-Konnektivität und Infotainment-Angeboten ermöglichen, indem größere Datenvolumina hinzugebucht werden.
 

  Telekom Car Connect Vodafone V-Auto
Schnittstelle OBD II OBD II
Backup-Akku ✔️
Hotspot ✔️ (für bis zu 5 Geräte)
Datenvolumen CarConnect Card mit 5 GB (MagentaMobil-Kunden bekommen 10 GB mit der CombiCard Car), SpeedOn 10 GB nachbuchen: 14,95 Euro, DayFlat (24 Stunden ohne Limit surfen) 4,95 Euro Inklusive für die V-Auto-Services
Mobilfunknetz LTE mit bis zu 300 Mbit/s LTE
EU-Roaming ✔️ ✔️
SIM-Karten-Typ Micro-SIM (Net-Lock) eSIM
App Android | iOS Android | iOS
Smart Car Funktionen
  • Position des Autos und Fahrtroute in Echtzeit sehen (GPS)
  • Benachrichtigung wenn Ihr Auto ohne Sie bewegt wird
  • Autostatus-Information inkl. Fehlercodes
  • Position des Autos sehen
  • Fahrtrouten nachvollziehen
  • Bewertung des Fahrverhaltens
  • Eingebauter Beschleunigungssensor zur Unfallerkennung und –rekonstruktion
  • Auto SOS (nur bei bestehender Verbindung mit dem Vodafone-Netz)
Vertragslaufzeit 24 Monate 1 Monat
Gerätepreis 1 Euro 79,90 Euro
Anschlusspreis 39,95 Euro 0 Euro
Monatliche Kosten 9,95 Euro 4,99 Euro
Anbieter Telekom Vodafone

 

Vernetzte Autos und der Datenschutz

 

Die „Datenland Deutschland“ Studie zum Thema Connected Car von Deloitte unter 18- bis 30-jährigen ermittelte im Jahr 2015, dass 63 Prozent der Befragten befürchten, dass Daten, die durch die Nutzung des Connected Cars anfallen, an Dritte weitergegeben werden könnten. Ganz praktisch hat ein jederzeit nachverfolgbares Auto den Nachteil, dass wenn der Lebenspartner gerade vor dem Juwelier hält, bei dem man letzte Woche ein besonders schönes Schmuckstück gesehen hat und demnächst ein Geburtstag ansteht, dass damit die Überraschung dahin sein könnte.

 

Noch viel schlimmer ist es, wenn die Technologie genutzt wird, um Misstrauen zu beruhigen. Auf der anderen Seite stehen die hinzugewonnenen Sicherheitsaspekte, um die eine Fahrt zu überwachen oder Diebstähle zu verhindern. Gleichzeitig lassen sich durch die permanente Aufzeichnung der Daten Bewegungsprofile erstellen, die die Werbeindustrie und staatliche Überwacher gerne zur Hand hätten.

 

Eine permanente Verbindung zum Internet, die sendet und empfängt, bedeutet auch, dass das Risiko Opfer eines Hackerangriffs zu werden steigt. Dabei spielt der Schutz der Hardware eine Rolle, also ob der Hersteller des OBD2-Adapters oder des PKWs regelmäßige Sicherheitsupdates liefert, aber auch wie schwerwiegend der Eingriff eines Hackers sein könnte, wenn er sich Zugriff auf ein System verschafft. Ist er in der Lage, Fahrzeugdaten abzugreifen oder kann er sogar in das Fahrzeug eingreifen und Funktionen fernsteuern?

 

Wie sieht die Zukunft des Connected Cars aus?

 

Als Teil des Internet-of-Things kommunizieren Fahrzeuge schon heute über das Internet. Dabei werden uns die Anfänge mit einem Hotspot im Auto schon in wenigen Jahren steinzeitlich vorkommen. Mit „Vehicle to Cloud“ (V2C, Fahrzeug zu Cloud) Kommunikation lassen sich im PKW bereits Sprachassistenten nutzen, und so wird das Auto Teil von Smart-Home-Anwendungen, die zum Beispiel das Badewasser einzulassen, wenn sich das Garagentor wie von Geisterhand öffnet, sobald das Automobil in die Auffahrt einbiegt.

 

Irgendwann braucht dann das Connected Car einen 5G-Tarif, um autonom fahren zu können. Denn die 5. Mobilfunkgeneration ermöglicht den Austausch von Daten in Echtzeit. Das wird Machine-to-Machine-Netzen (M2M) eine neue Bedeutung geben. „Vehicle to infrastructure“ (V2I) wird den Datenaustausch mit der Verkehrsinfrastruktur (z.B. Ampeln) und anderen Fahrzeugen („Vehicle to Vehicle“, V2V) zum Beispiel über Umweltbedingungen befördern.

 

Ausgestattet mit Sensoren (zum Beispiel in einem Smartphone), wird auch der Mensch Teil dieses Netzes. V2P oder „Vehicle to Pedestrian“ wird Fahrzeuge zu Fußgängern kommunizieren lassen, und so die Sicherheit und Mobilität auf den Straßen verbessern. Am Ende dieser Entwicklung steht die vernetzte Welt mit „Vehicle to Everything“ (V2X, Fahrzeug zu Allem) Mit einem Mobilitätskonzept, bei dem alle Autos, Autobahnen, Schiffe, Züge, Flugzeuge, eRoller, Pedelecs und vieles mehr mit Menschen, Maschinen und Gegenständen im Austausch stehen.

 

Wer hat Zugriff auf diese Datenmenge? Dies gilt es in naher Zukunft zu klären. Sollen sich Versicherungstarife tagesaktuell nach dem Fahrverhalten berechnen? Sollen alle Autos eine Black Box in der Cloud haben, um Unfälle rekonstruieren zu können? Dürfen Ermittlungsbehörden auf die gesammelten Bewegungsdaten zurückgreifen und ist es eine Bereicherung, wenn das Navi die Route wählt, auf der besonders viele Schnellrestaurant des Werbepartners liegen? Für eine erfolgreiche Digitalisierung haben wir noch einige Hausaufgaben zu erledigen.


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