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Huawei

Huawei Honor 9

Android 7.0 | 5.15 Zoll | 20 MP
handytarife.de Testurteil:
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Honor 9 im Test: Viel mehr braucht man nicht!

Das Honor 8 war Vorreiter: es überzeugte in unserem Alltagstest, verwies das damalige Flaggschiff Huawei P9 des Mutterkonzerns hinter sich auf die Plätze und läutete mit seiner effektvollen Glasrückseite einen Trend ein, der sich dieses Jahr insbesondere mit dem aktuellen Spitzenreiter unserer Bestenliste, dem HTC U11, prominent fortsetzt.

Das Honor 8 hat sich fast ein Jahr als ausgesprochen preisstabil erwiesen. Als wir das Handy 2016 testeten, lag der Verkaufspreis bei 399 Euro. Danach war es lange Zeit für 349 Euro erhältlich, bis der Preis kurz nach dem Marktstart des Nachfolgers auf 279 Euro bei Mediamarkt fiel. Für 150 Euro mehr – zeitweise auch nur 120 Euro – gibt es den Nachfolger Honor 9 in Midnight-Black, Saphire-Blue oder die tolle Kombination auch schlichter Eleganz und Chrom-Effekt in Glacier-Grey. Alleine das reicht aber noch lange nicht, um im Alltagstest von handytarife.de zu überzeugen.

 

Design & Verarbeitung: Auf der Höhe der Zeit

 

Die Benachrichtigungs-LED sitzt unauffällig hinter dem Gitter in der Hörmuschel. Das ist diskret, versteckt das Blinklicht aber auch aus so manchem Blickwinkel gänzlich. Der Glasrücken ist an den Längsseiten gebogen. So lässt sich das Handy gut greifen, wobei die glatten Oberflächen das Mobiltelefon schlüpfrig machen. Der Hersteller legt ein Cover bei, um den Glasmantel bei Stürzen zu schützen. Der transparente Kunststoff verkratzt aber schneller als das Glas und nimmt der Rückseite ihren Glanz.

Unser Testgerät hatte die Farbe Glacier-Grey. - © handytarife.de

Das 5,15 Zoll FullHD –Display wird von Corning Gorilla Glas 3 geschützt. Das Glas auf der Rückseite hat wurde vom Hersteller nicht genauer spezifiziert. Der Rahmen ist aus Metall und beherbergt rechts die Lautstärkewippe und den Power-Knopf. Links befindet sich die Schublade für zwei SIM-Karten oder ein Platz kann auch von einer Micro-SD-Karte eingenommen werden. Unten ist ein moderner USB-Type-Anschluss, die Öffnungen für den Lautsprecher und eine Klinkenbuchs eingelassen. Oben sind ein Loch für ein Mikrofon und eine Infrarot-Schnittstelle zur Verwendung des Honor 9 als Universal-Fernbedienung zu finden.

 

Apps & Bedienung: Gerade Kleinigkeiten erleichtern den Alltag

 

Der Bildschirm des Honor 9 ist hell und lässt sich auch im Freien gut ablesen. Auch aufwendige Apps laufen dank der potenten Hardware flüssig. Dazu trägt auch das noch aktuelle Android 7.0 Nougat Betriebssystem bei. Fingerabdrucksensor zuverlässig, nun auf der Front. Eignet sich zur gewöhnungsbedürftigen Steuerung per Wischgeste oder über Sensor-Tasten links und rechts davon, deren Funktion praktischerweise sogar getauscht werden kann – das ist sehr Bedienerfreundlich.

Seltenheit: Die Bedientasten unter dem Display lassen sich konfigurieren. - © Screenshot

Sechs Spiele, ein Shortcut zu weiteren Gameloft-Apps sowie die Applikationen von Booking.com, Instagram, TripAdvisor, Runtastic Results und Ebay sind vorinstalliert. Bei 64 Gigabyte internem Speicher fällt das zwar nicht allzu schnell ins Gewicht, doch den einen oder anderen ordnungsliebenden Interessenten wird es freuen, dass er diese Apps auch deinstallieren kann. Der Akku ist mit 3200 mAh genauso groß wie im Huawei P10. Er bietet eine gute Laufzeit, auch wenn zum Beispiel ein LG G6 länger durchhält. Mit Huawei Super Charge ist das Honor 9 aber binnen 2 Stunden schon wieder komplett aufgeladen.

 

Foto & Video: Noch Luft nach oben

 

Der Bokeh-Effekt mit unscharfem Hintergrund entsteht durch das zusammenrechnen der Informationen beider Linsen auf der Rückseite, wovon eine mit 12 Megapixeln in Farbe und eine mit 20 Megapixel in schwarz-weiß auflöst. Darüber wird auch ein Dual-Lens Hybrid- Zoom realisiert, indem die Informationen aus der höheren Auflösung der Monochrom-Linse ausgewertet werden. Das Bild wird hier aber trotzdem aber krisselig, ebenfalls bei schwachem Licht schneller, obwohl die Pixel-Binning-Technologie dies eigentlich verhindern sollte. Honor 9 „The Light Catcher“ bezieht sich ehrlicherweise mehr auf das Äußere, als die Kamera. Die Flaggschiffe anderer Hersteller nutzen eine größere Blende, um mehr Licht einzufangen.

 

Honor 9
Honor 9
     
Dieses Bild ist schärfer als das Panorama...
(Klick zum Originalbild)
...mit dem einfach herangezoomten Petersberg.
(Klick zum Originalbild)

 

Dafür hat Honor nicht an verschiedensten Modi gespart. Ein 3D-Panorama in Zusammenarbeit mit Fyuse lässt einen Blick aus mehreren Perspektiven auf ein Objekt zu, wobei sich die Aufnahmen nur auf dem Handy oder in der Huawei-Cloud Speichern und verwenden lassen. Mit dem 3D-Creator kann ein Avatar des eigenen Gesichts erstellt werden, allerdings erfordert die Bedienung eine sehr ruhige Hand. Dabei erwärmt sich das Smartphone deutlich, das Ergebnis ist witzig - aber mehr auch nicht. Ein Lebensmittel-Modus für den #foodporn auf Instagram, aber auch GoPro Quick Story für spezielle Filter bei kurzen Videos passen sehr gute zur Zielgruppe der Digital Natives. Der Portrait-Modus für Selfies mit unscharfem Hintergrund hat in Ermangelung einer zweiten Linse Schwierigkeiten bei der Abgrenzung zwischen Konturen und der Umgebung. Bei der Ausleuchtung hilft der Display-Blitz.

 

Internet, E-Mail & Multimedia: Keine Premium-Features

 

Trotz Dual-SIM-Funktion hat es das Honor 9 in das Angebot von o2 geschafft. Die Provider bevorzugen in der Regel Handys, die nur eine SIM-Karte aufnehmen können. Doch wenn der interne Speicher erweitert wird, dann muss der zweite Platz für die bis zu 256 Gigabyte große Micro-SD-Karte frei sein. Der im P10 teilweise verbaute und sehr schnelle UFS-Speicher kommt im Honor 9 nicht zum Einsatz. Andere Flaggschiffen, wie das HTC U11 und das Samsung Galaxy S8+, bieten diese Technologie, doch dass die im Alltagsgebrauch auffällt, darf bezweifelt werden.

Ab Werk ist die Swiftkey-Tastatur voreingestellt, aber auch Gboard von Google ist vorinstalliert. - © Screenshot

Dem Honor 9 fehlt das drahtlose Aufladen des Akkus über den Qi-Standard. Das wäre danke der Glas-Rückseite technisch umsetzbar gewesen und hätte zu den mit IKEA-Möbeln eingerichteten Appartements der urbanen Digital Natives gut gepasst. Ebenfalls vermisst werden kann die IP-Zertifizierung, sodass dieses Smartphone den Tauchgang in der Toilette wahrscheinlich nicht verzeiht. Internet und E-Mail funktionieren bei diesem Handy ohne Tadel und die Sound-Qualität liegt auch über dem Durchschnitt.

 

Fazit: Verdientes Lob

 

Das Honor 9 ist auf jeden Fall ein ernstzunehmender Gegner für das LG G6, das es für den annähernd gleichen Preis gibt. Bei der Qualität der Aufnahmen hat LG zwar die Nase vorne, aber wer den Schwerpunkt auf Filter, den einen oder anderen coolen Modus und auf den Bokeh-Effekt legt, der kommt an dem Smartphone von Honor nicht vorbei. Dabei deuten die Performance mit dem stärksten Prozessor aus dem Hause Huawei inklusive vier Gigabyte Arbeitsspeicher durchaus auf Ambitionen darüber hinaus.

 

Was ohne Umschweife festzustellen ist: Wer gerade (Stand August 2017) auf der Suche nach einem neuen Smartphone für rund 400 Euro ist, der muss sich derzeit den Koreaner und den Chinesen angucken, da sie sich um die Preis-Leistungs-Krone zanken. Die obere Mittelklasse, wie zum Beispiel das Samsung Galaxy A5 2017 kommt hiergegen nicht an und für die Konkurrenz aus der Oberklasse muss derzeit nochmal 150 bis 250 Euro oben draufgelegt werden. 

 

Das Honor 9 jetzt günstig leider nicht neu, aber vermutlich über eBay bestellen.

 

 
Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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