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Huawei

Huawei Mate 20 Lite Dual SIM

Android | 6.3 Zoll | 20 MP
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Huawei Mate 20 lite im Test: Künstliche Intelligenz für die Mittelklasse

In diesem Jahr ist die Lite-Variante der Phablet-Baureihe von Huawei schon vor dem eigentlichen Flaggschiff erhältlich gewesen. Das Huawei Mate 20 lite ist das erste Mitteklasse-Smartphone mit eingebauter künstlicher Intelligenz aus Fernost und hat nun über einige Wochen den Alltagstest der Redaktion von handytarife.de durchlaufen.

Im Gegensatz zum Huawei Mate 20 Pro muss die abgespeckte Version aufgrund des früheren Marktstartes ab Werk mit Android 8.1 statt Android 9.0 auskommen. Mit der Benutzeroberfläche EMUI 8.2 hat die Lite-Version aber bereits die Möglichkeit einer Gestensteuerung à la Apple iPhone Xs bekommen, die wir uns genauer angeschaut haben. Ebenso natürlich die Ausdauer des Handys. Denn die Mate-Serie steht an und für sich für große Akkus, wobei die Lite-Versionen in der Vergangenheit Schwächen zeigten.

 

Design & Verarbeitung: Oberklassig!

 

Das Design der Vorderseite ist geprägt von dem großen 6,3 Zoll FullHD+ Bildschirm, der an der Unterseite ein noch recht breites „Kinn“ aufweist. Das Huawei Mate 20 pro und das Honor 8X kommen mit einem deutlich schmaleren Rand unter dem Display aus. Unten ist es das „Kinn“ und oben die „Notch“, an der sich die Geister scheiden. Beim Huawei Mate 20 Lite fällt die Aussparung oben im Display deswegen größer aus, weil gleich zwei Kameras dort untergebracht sind.

Das Huawei Mate 20 lite ist in den Farben schwarz, blau und gold erhältlich. Die beiden Linsen und der Fingerabrucksensor heben sich optisch durch einen Streifen vom Rest der Rückseite ab. - © handytarife.de

Hierbei handelt es sich aber nicht um die aufwendige Infrarot-Technologie wie zum Beispiel im iPhone Xs Max zum Entsperren per Gesicht, sondern um bessere Selfies zu schießen. Die Bereiche rechts und links von der Aussparung lassen sich permanent schwarz hinterlegen, sodass die Notch nicht mehr hervorsticht. Ansonsten ist das Mittelklasse-Phablet verarbeitet wie ein höherpreisiges Handy. Es gibt wenig zu meckern. Der Rahmen besteht aus Metall. Ansonsten gibt es viel Glas und effektvolle Reflexionen auf der Rückseite. Die beiden Kameralinsen stehen leider etwas heraus.

 

Apps & Bedienung: Leistung wie ein Top-Modell von 2016

 

Das Huawei P20 lite hat in unserem Test bereits eine ordentliche Leistung hingelegt. Gegenüber dem darin verbauten Kirin 659 Prozessor, kann der Kirin 710 aus dem Huawei Mate 20 lite ein Leistungsplus verbuchen. Ganz besonders erfreulich ist dabei, dass er besserer mit der Energie des 3750 mAh Akkus zu hausalten scheint, sodass es nun auch das Lite-Phablet über einen Tag Nutzung schafft. Auf die kabellose Lade-Technik "Qi" und den Schnellademodus des großen Bruders muss das Huawei Mate 20 lite aber leider verzichten. Für eine Ladung von 0 auf 50 Prozent vergehen 55 Minuten, bis der Akku wieder komplett voll ist 2 Stunden.

Die Gestensteuerung ähnelt dem iPhone und geht nach einer kurzen Gewöhnungsphase in Fleisch und Blut über. Konservative Android-Fans können aber auch bei der bewährten Steuerung bleiben. - © Screenshot / handytarife.de

Das Huawei Mate 20 lite bietet "Face-Unlock" - also das Entsperren per Gesicht. Da die verbaute Technologie aber deutlich abgespeckter ist, als bei den neuen iPhones und dem Huawei Mate 20 Pro, ist der Fingerabdrucksensor die sicherere Sperrmethode. Die Gestensteuerung mit einem kleinen Streifen am unteren Bildschirmrand statt der klassischen Android-Buttons ist zwar sicherlich vom iPhone X inspiriert, aber bei Huawei besser umgesetzt: Langes Drücken führt zurück zum Startbildschirm, bei kurzem Drücken geht es einen Schritt zurück, nach links oder rechts schieben öffnet den Task-Manager und Wischen vom unteren Rand nach oben öffnet den Google-Assistent.

 

Foto & Video: Ohne optischen Bildstabilisator aber mit KI

 

Auf der Rückseite sind eine 20 Megapixel und eine 2 Megapixel Linse verbaut, die im Zusammenspiel ein bei Portärt-Aufnahmen schönes Bokeh erzeugen können, sodass der Hintergund unscharf ist. Leider muss man den Modus in der Kamera-App manuell anwählen, statt dass die künstliche Intelligenz dies automatisch tut. Das ist tatsächlich nicht nachvollziehbar, denn die KI ist vorhanden und unterstützt den Handy-Fotografen, indem je nach Szenario die Einstellungen automatisiert angepasst werden – wenn auch manchmal nur sehr träge. Auch sogenannte Augmented-Reality-Effekte (AR-Objektiv) sind dank des stärkeren Prozessors möglich. Wie bei Snapchat lassen sich so virtuelle Mützen, Brillen etc. aufsetzen.

 

Huawei Mate 20 lite
Huawei Mate 20 lite
     
Bei dieser Aufnahme am Phönixsee in Dortmund hat die KI den blauen Himmel erkannt und...
(Klick zum Originalbild)
...hervorgehoben. Im zweiten Bild wird zwar viel Licht eingefangen, aber es tritt auch Bildrauschen auf.
(Klick zum Originalbild)

 

Die Einblendung eines künstlichen Horizonts als Hilfslinie bei Landschaftsaufnahmen funktioniert leider nicht zuverlässig. Dafür kann auch die Fontkamera mit ordentlichen Selfies punkten, die mithilfe einer 24 und einer 2 Megapixel Kamera angefertigt werden. Keine der Kameras besitzt einen optischen Bildstabilisator und auch Huaweis Stabilisierungsmodus per Künstlicher Intelligenz bleibt den Chipsätzen Kirin 970 u.a. im P20 Pro und Honor Play und dem neuen Top-Prozssor Kirin 980 im Huawei Mate 20 und Mate 20 Pro vorbehalten. Doch was heißt das? Das bedeutet, dass man eine ruhige Hand haben sollte, damit Fotos nicht verwackeln.

 

Internet, E-Mail & Multimedia: Klinkenbuchse für Nostalgiker

 

Mit 64 Gigabyte Speicher bietet das Huawei Mate 20 lite schon ab Werk großzügig Platz für das Speichern multimedialer Dateien. Mit einer Micro-SD-Karte lässt sich die Kapazität noch erweitern, wodurch aber der Steckplatz für die zweite SIM-Karte wegfällt. Zum Aufladen und verschieben von zum Beispiel Fotos auf einen PC dient die moderne USB-C-Schnittstelle an der Unterkante. Das Huawei Mate 20 lite funkt auf beinahe allen gängigen Frequenzen. Per LTE und WLAN geht es ins Internet, per NFC können Mobile-Payment-Anwendungen genutzt werden, allerdings fehlt der neue Bluetooth-Standard 5.0. Die Rückmeldung des Vibrationsmotors ist nicht mehr zeitgemäß und gehört eher in die 00er Jahre.

Das langgezogene Display eignet sich sehr gut für ausgiebiges Surfen im Internet. - © Screenshot / handytarife.de

Mit dem „Party-Modus“ von Huawei lassen sich mehrere Handys miteinander koppeln, um gleichzeitig Musik abzuspielen, sodass sie als ein Lautsprecher dienen. Wenn die Party-Clique aus mehreren Huawei-Nutzern besteht, ist das vielleicht sogar sinnvoll. Mit geliefert wird ein billig wirkendes Headset. Über die vorhandenen Klinkenbuchse lassen sich auch andere Kopfhörer anschließen. Leider bleibt der Sound recht dünn. In den Einstellungen sollte bei den "Histon Soundeffekten" auf die automatische Anpassung verzichtet und stattdessen "Standard" aktiviert werden. Eine IP-Zertifizierung gegen Wasser und Staub fehlt leider. Dafür legt Huawei eine Displayschutzfolie schon ab Werk bei. Die sollte man auch aufbringen, da das Glas nicht sonderlich kratzfest zu sein scheint.

 

Fazit: Ein Top-Smartphone in der Mittelklasse

 

Huawei hat die Lite-Version der Mate-20-Reihe gegenüber dem Vorgänger behutsam verbessert. Dabei weiß das Phablet mit guter Performance und ordentlicher Ausdauer zu überzeugen. Auch den so angesagten Bokeh-Effekt erzeugt das Huawei Mate 20 Lite vorne wie hinten in einer vorzeigbaren Qualität. Doch in der Mittelklasse kommt auch den Preis eine hohe Bedeutung zu. Und die härteste Konkurrenz kommt ausgerechnet von der Tochtermarke Honor.

 

Honor baut mit dem 8X ein sehr vergleichbares Smartphone. Hier muss man zwar auf die zweite Linse auf der Vorderseite und den modernen USB-C-Anschluss verzichten, dafür bekommt man aber einen noch größeren Bildschirm bei nahezu identischen Gehäuseabmessungen, einen Triple-Slot für zwei SIM-Karten plus Speicherkarte sowie 128 Gigabyte Speicher bei einem aktuell 30 Euro niedrigeren Preis ohne Vertrag. Wer das Handy über einen Mobilfunkvertrag finanzieren will, findet mit dem Huawei Mate 20 lite das deutlich breitere Angebot. Ansonsten schlägt das Pendel leicht Richtung Honor aus, wobei man in beiden Fällen eins der besten Mittelklasse-Smartphones erwirbt.

 

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Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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