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International Roaming


© Gina Sanders / Fotolia

Mit dem Handy im Ausland: International Roaming

Das Mobiltelefon auch im Ausland genauso wie daheim zu nutzen ist heute vollkommen alltäglich. Zurück in der Heimat kann jedoch beim Blick auf die Handyrechnung mitunter das böse Erwachen kommen. Doch das muss nicht sein. handytarife.de zeigt Ihnen, was Sie bei der Handy-Nutzung im Ausland beachten sollten.

Vom Strand aus mit der Heimat telefonieren, schnell ein Urlaubsfoto verschicken oder per SMS „Hallo“ sagen - das Handy ist aus dem Reisegepäck nicht mehr wegzudenken, denn dank „International Roaming“ funktioniert es im Ausland genauso einfach wie in der Heimat. Der Begriff „Roaming“ stammt übrigens aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „umherwandern“. In der Mobilfunkbranche ist damit die Nutzung eines fremden Netzes, also eines anderen Mobilfunkanbieters, als dem von dem die im Handy eingelegte SIM-Karte stammt, gemeint.

 

Das besuchte Netz kann sich dabei im selben Land, wie das heimische Netz befinden (National Roaming). Das gab es bei o2 nach der Übernahme von E-Plus. So konnten sich die Mobiltelefone der Kunden stets in das Netz mit der besseren Versorgung einbuchen. Wird ein ausländisches Netz genutzt, handelt es sich um International Roaming. Dann wird ein Teil der Telekommunikationsdienstleistung von einem ausländischen Netzbetreiber erbracht, der dafür vom heimischen Anbieter Gebühren verlangt, die an den Kunden weitergereicht werden. In fast allen Ländern der Welt ist man so unter der gewohnten Rufnummer erreichbar.

 

Telefonieren rund um den Globus

 

Den Wechsel in das ausländische Netz bemerkt der Kunde nur dadurch, dass der Name des fremden Netzbetreibers im Display erscheint. In der Regel erhält man auch eine SMS mit der Angabe der Kosten als Willkommensgruß. In technischer Hinsicht sind heutzutage fast alle Handys für die Teilnahme am Roaming gerüstet. Lediglich in den USA sowie in Teilen von Kanada und der Karibik sendet der Mobilfunk auf anderen Frequenzen. Hier benötigt man ein so genanntes Quadband-Handy, was aber bei vielen Modellen bereits Standard ist. Andersherum verhält es sich für Asiaten, die weltweit unterwegs sind, weil viele Hersteller bei China-Handys auf das LTE-Band 20 verzichten, weswegen sich diese Mobiltelefone zum Beispiel in Deutschland nicht in das 4G-Netz einwählen können.

 

Gesprächsentgelte im Nicht-EU-Ausland

 

In Zeiten von Flatrates fallen im Vergleich zu den Kosten in Deutschland die Gebühren für Telefonate, SMS und das mobile Internet. Auch bei eingehenden Anrufen können Gebühren anfallen. Über die Kosten für Roaming in dem jeweiligen Land sollten Sie sich vor Abreise bei Ihrem Mobilfunkanbieter erkundigen. Dann kann es sich gegebenenfalls auch lohnen, eine spezielle Tarif-Option für das internationale Roaming in der Ziel-Zone abzuschließen. Eventuell hat ihr Anbieter mit den Providern eines Landes unterschiedliche Konditionen ausgehandelt. Dann müssen Sie Ihr Mobiltelefon auf die manuelle Netzwahl umschalten, um möglichst günstig zu telefonieren, simsen und zu surfen. Wenn Sie von Ihrer Reise zurückkehren stellen Sie dann wieder die „automatischen Netzauswahl“ ein.

 

Besonderheiten bei Prepaid-Tarifen

 

Besitzer von Prepaid- oder Discount-Handykarten sollten sich vor der Abreise bei ihrem Anbieter informieren, ob Roaming im Reiseland möglich ist. In den meisten Ländern ist dies zwar der Fall, aber bei exotischen Zielen wird oftmals kein Empfang garantiert. Auch sollte man vor der Reise das Guthaben ausreichend aufladen. Teilweise ist dies zwar auch im Ausland online oder per Kreditkarte möglich, hierbei können jedoch zusätzliche Gebühren anfallen. Vor allen in exotischeren Reisezielen kann bei Prepaid-Kunden das so genannte „Callback“ Verfahren zum Einsatz kommen. Dabei wählt man zunächst eine Servicenummer, anschließend die gewünschte Rufnummer und legt auf. Kurz darauf klingelt das Handy und die Verbindung wird vom Netzbetreiber hergestellt.

 

Auch nach der EU-Regulierung dürfen in Prepaid-Tarifen Aufschläge für das mobile Internet erhoben werden. Darüber muss Ihr Mobilfunkanbieter Sie aber bei der Einreise informieren, und wenn Sie ihr dafür bereitstehendes Guthaben aufgebraucht haben.

 

Auf die richtige Vorwahl achten

 

Von dieser Ausnahme abgesehen kann man im Ausland wie gewohnt selbst den Gesprächspartner anwählen. Als Landesvorwahl für Deutschland wird dabei aber im Gegensatz zum Festnetz nicht die 0049, sondern „+49“ vorgewählt. Anschließend entfällt bei der Ortsvorwahl die 0, so dass die zu wählende Nummer beispielsweise so aussieht: +49 1234 56789 Unser Tipp: Speichern Sie die Nummern in Ihrem Telefonbuch von vorneherein nach diesem Schema ab. In Deutschland entstehen dadurch keinerlei Zusatzkosten, und im Ausland können Sie die passende Nummer direkt aus Ihrem Telefonbuch wählen.

 

Weltweiter Kostenairbag

 

Entstehen dem Kunden durch eine Roaming-Datenverbindungen kosten von 59,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer sind die Mobilfunkanbieter dazu verpflichtet, die Internetverbindung zu kappen. Schon bei 80 Prozent des Limits muss der Nutzer per SMS einen Warnhinweis erhalten. Ist der Höchstbetrag erreicht, muss der Kunde das Limit aufheben, indem er auf die SMS seines Providers antwortet oder bei dessen Hotline anruft. Hier kann die Kostenbremse auch schon vor dem Reiseantritt individuell anpassen. Technische Voraussetzung für den weltweiten Kostenairbag ist allerdings der Datenaustausch in Echtzeit zwischen dem Mobilfunknetz im Ausland und dem heimischen Provider. Ist dies nicht möglich, dann muss der Kunde bei der Einreise per SMS darüber informiert werden, dass es keine Kostenbremse gibt. Da diese Vorgabe nur für terrestrische Netze gilt und häufig keine Datenübermittlung in Echtzeit zwischen Anbietern von GSM-Netzen auf Schiffen und in Flugzeugen stattfindet, kann der Nutzer sich hier weder auf den Warnhinweis per SMS, noch auf EU-Roaming oder Auslands-Pakete seines Anbieters verlassen.

 

Horrende Kosten auf Schiffen und in Flugzeugen

 

Spezielle Anbieter für maritimen Mobilfunk und GSM-Verbindungen in Flugzeugen rüsten die Reisemittel im Prinzip mit einem eigenen Funkmast aus. Dieser verbindet sich mit dem Handy, wenn die automatische Netzwahl eingestellt ist, wie man es vom Festland kennt und leitet die Telefonate, SMS und Datenpakete dann über eine Satellitenverbindung weiter. Dafür verlangen diese Anbieter teils horrende Gebühren. Grundsätzlich ist daher zu empfehlen, das Daten-Roaming in den Einstellungen des Smartphones zu deaktivieren. Denn ein Megabyte kostet über das Mobilfunknetz an Bord eines Kreuzfahrtschiffes gut und gerne 25 Euro. Erkundigen sie sich vorher, ob es auf dem Schiff oder im Flugzeug ein WLAN gibt. Dafür gelten in der Regel günstigere Tarife.

 

Zum Beispiel kosten auf den AIDA-Schiffen 250 Megabyte 25 Euro. Eine im Datenvolumen unbegrenzte Social-Media-Flat zur Nutzung von z.B. Facebook, Instagram, Whatsapp und Snapchat über Sieben Tage kostet 19 Euro. Die Lufthansa bietet eigene Tarife für das drahtlose Netzwerk in der Flugkabine an. Doch auch Telefonie und SMS können zu Wasser und in der Luft zur Kostenfalle werden. Hierfür werden Preise aufgerufen, die an Zeiten erinnern, als Handys noch die Größe eines Kofferradios hatten.

 

Anbieter
Ankommende Gespräche pro Minute 1,99 Euro 1,82 Euro 0,6-6,83 Euro
Abgehende Gespräche pro Minute 3,99 Euro 6,09 Euro 1,99-6,55 Euro
SMS empfangen kostenlos kostenlos kostenlos
SMS senden 0,99 Euro 0,55 Euro 0,45-1,33 Euro
Daten 0,99 Euro/ 50 kB 1,18 Euro/ 50 kB 2,50 Euro/ 100 kB

 

So ist es empfehlenswert sich vor Reiseantritt über das jeweilige Netz und die Preise zu informieren. Die automatische Netzwahl sollte in den Einstellungen ausgeschaltet werden. Zwar soll das Mobilfunknetz auf Schiffen innerhalb der 12 Meilen Grenze zur Küste ausgeschaltet bleiben. Passiert dies aber, nicht kann es schon im Hafen bei Betreten des Schiffes - selbst für Spaziergänger am Kai - dazu kommen, dass sich ihr Mobiltelefon in das Schiffsnetz einbucht. Zwar können Mobilfunkkunden innerhalb von acht Wochen gegen ihre Rechnung Widerspruch einlegen, und könnten so versuchen sich gegen die angefallenen Gebühren zu wehren, doch diesen Ärger sollte man sich ersparen. Wer das Mobilfunknetz manuell auswählt kann auch auf See gegebenenfalls noch vom terrestrischen Roaming-Tarif profitieren, wenn noch das Signal eines Funkmastes vom Land empfangen werden kann, anstatt das Mobiltelefon automatisch das stärkere Schiffsnetz wählt.

 

Achtung: Mailbox

 

Das Empfangen von Sprachnachrichten auf der Mailbox ist bereits seit 1. Juli 2010 kostenfrei. Mit Inkrafttreten des EU-Roamings am 15. Juni 2017 darf für das Abhören der Mailbox nur das heimische Entgelt in Rechnung gestellt werden – ist in vielen Tarifen also ebenfalls kostenfrei. Außerhalb der Europäischen Union, Norwegen, Island und Liechtenstein kann der Anrufbeantworter allerdings zur Kostenfalle werden.

 

Dabei kommt es darauf an, ob es sich im eine bedingte oder eine absolute Rufumleitung zur Mailbox handelt. Im ersteren Fall findet eine Umleitung des Anrufs beim Besetztzeichen, Nichterreichbarkeit und Nichtentgegennahme statt. Dann kann dem Angerufenen der Empfang eines Anrufs und die Umleitung zur Mailbox beim heimischen Mobilfunkanbieter in Rechnung gestellt werden. Findet eine absolute Rufumleitung statt, also ausnahmslos jedes Telefonats, dann „bleibt“ der Anruf in Deutschland und geht direkt auf den Anrufbeantworter. Für das Abhören der Nachrichten fallen Roaming-Gebühren an, die Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter in Erfahrung bringen können. Deaktivieren Sie Ihre Mailbox, dann vermeiden Sie, dass Anrufe weitergeleitet werden und dann nur kostenpflichtig abgehört werden können.

 

Regulierung gilt nicht für Verbindungen aus Deutschland in die EU

 

Wenn Sie sich im EU-Ausland, Norwegen, Island oder Liechtenstein befinden, greift die der durch die Europäische Union regulierte Tarif. Von hier aus können Sie nicht nur ohne Mehrkosten nach Deutschland telefonieren und simsen, sondern auch in jedes andere Teilnehmerland. Wenn Sie sich allerdings in Deutschland in ihrem heimischen Netz befindet, dann ist das kein Roaming. Die Regulierung gilt hier nicht. Wenn Sie von Ihrem heimischen Netz in ein ausländisches Netz ein Telefonat führen oder eine SMS verschicken, dann handelt es sich um eine Auslandsverbindung, bei der die Anbieter nicht an die Preisobergrenzen der Roaming-Verordnung gebunden sind. Ebensowenig gilt diese für Wifi-Calling, das wie ein Gespräch aus Deutschland ins Ausland abgerechnet wird.


 Detaillierte Informationen rund um das Telefonieren, Simsen und Surfen im EU-Ausland



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