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© Bundesnetzagentur

Jahresbericht 2018: BNetzA veröffentlicht Zahlen

Jährlich gibt die Bundesnetzagentur einen Bericht heraus, der ihre Tätigkeit und die Entwicklung in den von ihr überwachten Bereichen Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahn widerspiegelt. Die Redaktion von handytarife.de hat sich die Mobilfunk-Zahlen genauer angeschaut und für Sie zusammengefasst.

Eine der zentralen Zahlen im Mobilfunk ist die Anzahl der SIM-Karten. Seit Ende 2002 bis Ende 2018 hat sich ihre Anzahl mehr als verdoppelt. So betrug der von den Netzbetreibern veröffentlichte SIM-Karten-Bestand 137 Millionen Karten. Darin enthalten sind aber auch SIM-Karten, die für M2M- und das Internet of Things zum Einsatz kommen.

 

Zahl der mobilen IoT-Anschlüsse steigt deutlich

 

Für ihre Datenkommunikation wurden 23,1 Millionen SIM-Karten eingesetzt. Ende 2017 waren es noch 17,6 Millionen Karten. Ihre Anzahl hat also um 5,5 Millionen zugenommen, obwohl die Gesamtzahl der Mobilfunkanschlüsse in diesem Zeitraum nur um 1,9 Millionen gewachsen ist. Dazu gehören zum Beispiel vernetzte Maschinen in der Industrie 4.0, Connected Cars oder auch Fahrräder von Sharing-Diensten. Daraus ergibt sich, dass die Anzahl der SIM-Karten im klassischen Einsatz für Telefon, SMS und mobiles Internet zurückgegangen ist.

 

Zumal die eine oder andere SIM-Karte in einer Schublade vor sich hinschlummert. Darum erhebt die Bundesnetzagentur auch die Zahl der aktiv genutzten SIM-Karten. Dafür muss die Karte über die letzten drei Monaten kommuniziert oder eine Rechnung in diesem Zeitraum erstellt worden sein. 107,5 Millionen aktive SIM-Karten gegenüber 109,7 Millionen Ende 2017 hat die Bonner Behörde gezählt. M2M- und IoT-Karten sind in dieser Zahl nicht enthalten. Von der Gesamtzahl der aktiven SIM-Karten entfielen 25,6 Prozent auf die Serviceprovider, also nicht auf o2, Telekom oder Vodafone.

 

37 Prozent nutzen nicht das mobile Internet

 

Bei 65 Prozent der aktiven SIM-Karten handelte es sich um Postpaid-Verträge. Das ist ein Plus von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 63 Prozent der Karten nutzten dabei mobile Datenübertragungsdienste in UMTS- und LTE-fähigen Endgeräten. Sie trugen erneut zu einer deutlichen Steigerung des übertragenen Datenvolumens bei. Im Jahr 2018 wurden 1.993 Millionen Gigabyte über die Mobilfunknetze übertragen. Das waren 44 Prozent mehr als im Vorjahr. Versorgt wurden sie unter anderem von 54.911 LTE-Basisstationen.

 

Heruntergerechnet auf die Zahl der aktiven SIM-Karten sind das 29,4 Gigabyte, die über ein Jahr in einem UMTS- oder LTE-fähigen Endgerät verbraucht wurden. Das sind 2,45 Gigabyte im Monat gegenüber 1,77 GB im Vorjahr, also fast 700 MB mehr pro Monat als 2017. Die Nutzung von SMS ist weiter rückläufig. Die BNetzA berichtet, dass pro SIM-Karte und Monat durchschnittlich etwa fünf Nachrichten versendet wurden. Die klassische Kurznachricht wurden von den Mobilfunknutzern weitestgehend durch Messaging-Apps ersetzt.

 

Deutsche telefonieren mehr per Handy als per Festnetz

 

Zuwachs konnte die Telefonie per Mobilfunk verbuchen: fast 119 Milliarden abgehende Gesprächsminuten wurden 2018 von deutschen Mobilfunkteilnehmerinnen und -teilnehmern im Inland geführt. Erstmalig war damit das Gesprächsvolumen im Mobilfunk größer als das im Festnetz. Damit erlösten die Anbieter 2018 monatliche (ohne Endgeräte, ohne Mehrwertsteuer) pro registrierter SIM-Karte etwa 11,84 Euro. Insgesamt sind das rund 1,62 Milliarden Euro Umsatz. Auf die Anzahl der aktiven SIM-Karten aufgeteilt waren es 15,09 Euro.

 

EU-Roaming ist ein Erfolg

 

EU-Roaming nach dem Roam-Like-At-Home-Prinzip entfaltet weiterhin seine Wirkung, indem die Nutzung mobiler Dienste im EU-Ausland deutlich zugenommen hat. Die abgehenden Verbindungsminuten stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 2.557 Millionen auf 2.908 Millionen. Das im Ausland generierte Datenverkehr verdoppelte sich nahezu von 33,8 Millionen Gigabyte auf 66,4 Millionen Gigabyte. Der SMS-Versand folgte dem heimischen, rückläufigen Trend und nahm gegenüber 2017 um 14 Prozent von 320 Millionen auf 276 Millionen Kurznachrichten ab.

 

Der Verbraucherservices der Bundesnetzagentur hat als vornehmliches Ziel, die Kompetenz der Verbraucher hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten zu fördern. Dazu trägt auch die TK-Transparenzverordnung bei, die den Anbietern unter anderem die Bereitstellung eines Produktinformationsblattes vorschreibt.

 

Die Bundesnetzagentur zieht aber auch Geräte aus dem Verkehr: 4,14 Millionen Bluetooth-Lautsprecher, 2,42 Millionen Smartwatches sowie 508.200 Mobilfunkgeräte, knapp 123.000 ferngesteuerte Drohnen und über 2,5 Millionen drahtlosen Kopfhörer, die Störungen in sicherheitsrelevanten Frequenzbereichen wie z.B. des Polizeifunks oder des Rettungsdienstfunks verursachen können, wurden verboten. Dabei handelt es sich immer mehr um unsichere Produkte aus Fernost, die über das Internet bestellt werden. Die Ermittlungen der BNetzA richteten sich im letzten Jahr besonders auf einzelne Händler, die hohe Stückzahlen im Internet anboten. Ihre Überprüfung findet vermehrt durch anonyme Testkäufe statt.

 

In der Sache der die Netzneutralität gefährdenden Zero-Rating-Angebote ist es noch zu keiner abschließenden Entscheidung gekommen. Die Telekom hat gegen den Beschluss der Bundesnetzagentur gegen StreamOn Beschwerde beim OVG Münster eingelegt. Im Hauptsacheverfahren ist bisher kein Urteil ergangen.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de

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