Handy TarifrechnerTarifrechner Handy-DatenbankHandy-Datenbank KaufberatungAlle Anbieter Testberichte
SucheSuche DruckenDrucken facebooktwitterGooglePlusYouTube



Handy News


© Huawei

MWC 2019: Alles biegt sich

Der Mobile World Congress in Barcelona geht zu Ende und während im Vorfeld das Thema 5G als Schwerpunkt ausgemacht wurde, hat sich eine neue Gerätekategorie ins Scheinwerferlicht vorgedrängelt: Faltbare Smartphones sind nun in aller Munde. Doch was ist von ihnen zu halten?

Natürlich war auch die nächste Mobilfunkgeneration 5G ein großes Thema auf dem MWC 2019, es wurde erste 5G-fähige Smartphones vorgestellt. Hervorzuheben ist hier das LG V50 ThinQ, mit dem die Südkoreaner die deutschen Käufer des Vorgängers LG V40 ThinQ an der Nase herumgeführt haben, denn nur einen Monat nach dem Marktstart einen Nachfolger zu präsentieren ist für einen Kunden, der sich ein Flaggschiff kauft, um ein Top-Smartphone sein eigen nennen zu können, schon ein Schlag ins Gesicht.

 

Foldables oder Phablet 2.0

 

2-in-1-Geräte kennen wir vom PC-Markt. Hier gibt es mehr oder weniger vollwertige Notebooks, die sich durch das Abnehmen der Tastatur zu einem reinen Tablet transformieren lassen. Neue Impulse für den schwächelnden Smartphonemarkt sollen jetzt die "Phablets 2.0" geben. Handy und Tablet verschmelzen nun mit einer neuen Technologie, sodass Displays sich biegen, sogar zusammenfalten lassen. Der Kollege Vlad Savov von „The Verge“ schrieb in seinem Artikel:

 

"Ich bin mir sicher, dass das, was auf dem Mobile World Congress 2019 stattgefunden hat, historisch sein wird. Es ist etwas, auf das wir zurückblicken werden, entweder als die Wiege einer neuen Ära, oder als warnendes Beispiel für hemmungslosen Ehrgeiz."

 

Dass sich Bildschirme biegen lassen kennen wir von Curved-TVs, dem LG G Flex aus dem Jahr 2013 oder der zu den Längsseiten hin gebogenen Anzeige des Samsung Galaxy S6 Edge. Hier verharrte der Bildschirm aber in einer Position und wurde von Glas geschützt. Nun soll der Besitzer in Zukunft selber den Bildschirm biegen können. Dafür mussten die Hersteller besonders stabile Scharniere entwickeln, die das Mobiltelefon weder klobig machen, noch eine Überdehnung zulassen.

 

Uneinigkeit über das richtige Konzept

 

Display innen oder außen? Denn je weicher die Displayoberfläche ist, desto weniger geht sie zu Bruch, denn sie ist flexibel. Harte Oberflächen, wie sie aktuelle Smartphones besitzen, können brechen, sind dafür aber deutlich weniger anfällig für Kratzer. So setzt Samsung auf zwei Displays. Wie bei früheren Klapphandys à la Motorola Razr (Gerüchte deuten übrigens auf eine Rückkehr des erfolgreichen Klapphandys hin) gibt es einen Bildschirm außen mit 4,58 Zoll und innen liegt die zusammengefaltete Anzeige mit einer Diagonalen von 7,3 Zoll. So kann beim Samsung Galaxy Fold ein kratzfestes Glas den kleineren Bildschirm schützen. Allerding mussten die Südkoreaner Kritik für das Design einstecken.

© Samsung

Mit dem für die große Fläche relativ kleine Display wirkt das Samsung Galaxy Fold wie ein Nachfahre des Nokia Communicators. Außerdem muss Samsung bauartbedingt mehr Kameras im Gehäuse unterbringen. Es gibt die Hauptkameras auf der Rückseite, eine klassiche Selfie-Cam über dem Außendisplay, aber auch noch einen Ausschnitt für die Kameras im innenliegenden Bildschirm. Rund 2000 Euro wird Samsung wohl ab April für das Falthandy aufrufen. Auch das Royole FlexPai faltet den Bildschirm nach außen.

 

Einen anderes Design hat Huawei gewählt. Das Huawei Mate X hat nur einen Bildschirm, der sich um das Smartphone herum windet. Zusammengeklappt hat das Smartphone einen 6,6 Zoll Bildschirm, der sich durch Aufklappen auf 8 Zoll vergrößert. Bei diesem Design ist der Nachteil, dass im zusammengeklappten Zustand die gesamte Displayoberfläche außen liegt. Sie ist also sämtlichen äußeren Einflüssen ausgesetzt. Huawei hatte beim Mate X aber auch die clevere Idee, die Kamreras in einem breiten Steg unterzubringen. Somit muss man das Handy nur umdrehen, um ein Selfie aufzunehmen, bei dem dann der umgeklappte kleinere Teil des Bildschirms als Sucher dient.

 

Immer schneller aufladen

 

Huawei hat mit dem Mate X auch eine noch schnellere Ladetechnologie “55W HUAWEI SuperCharge“ vorgestellt, die das Handy binnen 30 Minuten per USB-C zu 85 Prozent auflädt. Doch in Zukunft könnte das Handy auch ganz ohne Anschlüsse auskommen. Auf dem MWC hatte Roland Quandt das Meizu Zero in der Hand. Die einzigen offenen Löcher im Rahmen sind für die Mikrofone. Selbst auf die Lautsprecheröffnung wurde verzichtet. Meizu macht den Bildschirm zum Klangkörper, wie es auch LG bei dem in Barcelona vorgestellten G8 ThinQ macht.

 

 

Das Aufladen des Meizu Zero geschieht über die patentierte “Super mCharge Wireless” Technologie mit 18 Watt. Mit 1299 Dollar, die derzeit über eine Cowdfundig-Kampagne zu entrichten wären, ist dieser Spaß aber auch nicht ganz billig. Ein Nadelöhr für faltbare Smartphones ist übrigens auch die Software. Es muss zwischen großem und kleinem Bildschirm hin und her geschaltet werden können, es bestehen andere Erwartungen an das Multitasking und das Gerät muss erkennen, wie rum es nun gerade gehalten wird. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum auch Alcatel seine Entwürfe nur hinter Glas zeigt.

 

 

 

 

Auf der IFA waren 2018 bereits Konzepte des Nubia Alpha aus dem Hause ZTE zu sehen, nun wird daraus Wirklichkeit. Doch auch wenn dieses Modell mit gebogenem Bildschirm deutlich günstiger ist, als die faltbaren Handys, steht diese Bauform im Schatten der Weltneuheiten. Ein wenig erinnert dieser klobige Versuch der Chinesen die Smartwatch zu pushen an die Samsung Gear S aus dem Jahr 2014.

 

 

 

 

Zwichen Neuheiten und Retro bewegten sich die Besucher des Mobile World Congress 2019 in Barcelona. Faltbaren Displays wurde zurecht viel Aufmerksamkeit geschenkt, doch mit Preisen von über 2000 Euro für diese Smartphones wird diese Technologie den Otto-Normal-Verbraucher noch nicht im Jahr 2019 erreichen. Skepsis besteht außerdem weiterhin bei der Haltbarkeit. Was halten Display-Panels, Kunststoffoberfläche und Scharniere im Alltagsbetrieb aus? Wenn der Verbraucher so gegen 2022 vielleicht im 5G-Netz surft, dann tut er dies unter Umständen vermehrt mit einem Foldable oder wir schauen dann auf den MWC 2019 zurück und erinnern uns an den gescheiterten Versuch das Phablet 2.0 an den Mann oder die Frau zu bringen.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de

Nützliche weiterführende Informationen:

Huawei P30 Pro im Test

Samsung präsentiert neue Galaxy S10 Smartphones

Fotohandy-Test 2018: Samsung holt sich die Krone zurück

Samsung Galaxy Note 9 im Test

Jahresrückblick 2018: Welches Handys wurden gesucht?


Anzeige:
Weitere News:

Handy Tarifrechner
Anzeige

Handytarife Vergleich
Handytarife im Vergleich

handytarife.de - Optimierer App

Die beliebtesten Handys

Mobilfunk Anbieter
mehr...

Rufnummernmitnahme
Handyvertrag wechseln und Rufnummer mitnehmen. Welche Kosten entstehen und wie die Übernahme der Handynummer abläuft.

Die beliebtesten Handytarife

Deals der Woche
Deals der Woche
Deals der Woche
Handytarif Schnäppchen, Flatrate Aktionen und aktuelle Handy Deals. Hier finden Sie eine Auswahl der besten Angebote.

Handy Apps

Das Angebot an Apps ist unerschöpflich. Für alle Betriebssysteme sind hunderttausende Apps verfügbar. Aber nicht alle sind sinnvoll. Wir haben eine Auswahl an nützlichen Apps recherchiert. Mehr in der Übersicht.
© Handy News - handytarife.de 1998-2019  

Presse | Werbung | Impressum | Jobs | Informationen | Datenschutz | AGB

Alle Angaben ohne Gewähr