Apple präsentiert das neue iPhone

Für 19 Uhr unserer Zeit hatte Apple in das "Flint Center for the Performing Arts" geladen, wo Steve Jobs einst den Macintosh vorstellte. Auf dem Gelände wurde ein weiteres Gebäude errichtet und die Gerüchteküche brodelte. Vermutet wurde etwas "großes" - und das gab es mit 5,5 Zoll. Alles weitere lesen Sie hier.

Apple© Apple
09.09.2014, 17:49 Uhr

Wie erwartet hat Apple am Dienstagabend zwei neue Smartphones vorgestellt. Das iPhone 6 verfügt über einen 4,7 Zoll Display, der mit 1334 mal 750 Pixeln auflöst und damit eine Pixeldichte von 326 Pixeln pro Zoll aufweist. Mit dem iPhone 6 Plus erhält man ein 5,5 Zoll Phablet und 1920 mal 1080 Pixeln Auflösung bei 401 ppi. Um den größeren Bildschirm händeln zu können, kann man die Plus-Version im Querformat nutzen und bekommt dafür angepasste Apps mit dem Kalender, E-Mail und Nachrichten. Außerdem gibt es einen Einhandmodus, der die Bedienelemente zum Daumen verschiebt.

Aluminium, Edelstahl und Glas - in zwei Größen

Der Anzeigezoom vergrößert die Bedienelemente und soll wohl ein Senioren-Modus-Light sein. Die neuen iPhones sind deutlich flacher mit 6,9 beziehungsweise 7,1 Millimetern. Es bleibt aber bei einem hochwertigen Gehäuse aus Edelstahl und Aluminium in den Farben Gold, Silber und Spacegrau. Das Glas über dem Display ist zu den Rändern hin gewölbt und erinnert an die Lumia-Smartphones und das neue Samsung Galaxy Note 4. 

Wie gut der neue Prozessor und die neuen Akkus bei angeblich besserem Energie-Management sein werden, wird unser Test zeigen. Wie schon beim Vorgänger und dem auf der IFA vorgestellten Huawei Ascend Mate 7 wird ein Coprozessor verbaut, der die verbauten Senoren verwaltet. Das besondere bei den neuen iPhones ist ein Barometer, das in erster Linie die überwundenen Höhen auf den zurückgelegten Strecken messen soll.

Reichen bei der Kamera nur Detailverbesserungen?

Die iSight Kamera von Apple hält ihre Auflösung mit 8 Megapixeln, wobei die verbauten Sensoren und die Software für Verbesserungen sorgen sollen. Auch da wird sich das iPhone 6 in unserem Test beweisen müssen. Versprochen werden insbesondere neue Video-Funktionen mit Zeitlupe, Zeitraffer und Cinematic Videostabilisierung. Apropos Stabilisierung - neben den unterschiedlich dimensionierten Akkus der beiden Modell, gibt es bei der Kamera auch einen Unterschied: Das iPhone 6 hat eine automatische Bildstabilisierung, die 4 Bilder schießt und Verwackler herausfiltert, indem die jeweils besten Teile der Fotos zusammengesetzt werden. Über eine optische Bildstabilisierung verfügt das iPhone 6 Plus, bei der die Bewegungssensoren verwendet werden, um stabile Aufnahmen zu gewährleisten.

Auf den ersten Blick mangelt es an Highligts. Das iPhone ist weiterentwickelt und an den Trend zu größeren Anzeigen angepasst worden. Der nun verbaute NFC-Chip soll den Bezahldienst ApplePay etablieren, der ebenfalls am Dienstagabend vorgestellt wurde. Inwieweit der Dienst eine Rolle in Deutschland spielen wird, ist zunächst fraglich. WLAN wird im sehr schnellen 802.11ac-Standard unterstützt, aber LTE nur bis 150 Mbit. Das ist zwar immernoch sehr schnell, aber die Telekom will in Kürze LTE Cat 6 mit 300 Mbit Downloadrate freischalten - und dann sollte ein hochpreisiger Gerät, das gerne zu einem hochpreisigen Vertrag hinzu bestellt wird, diesen Daten-Turbo unterstützen.

Die Preise halten sich auf dem Niveau des iPhone 5S bei der Vorstellung im September letzten Jahres. Bei 699 Euro geht es für das iPhone 6 mit 16 Gigabyte los. Die Plus-Version kostet 100 Euro mehr. Die weiteren Speicher-Varianten sind 64 und 128 Gigabyte und kosten jeweils 100 Euro Aufpreis. Bei Vodafone und der Telekom kann man die neuen iPhones ab dem 12. September vorbestellen.

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de