Das Handy als Notrufsäule

Gerade für aktive Sportler steigt ab dem Herbst das Verletzungsrisiko: Baumwurzeln und Schlaglöcher sind in der Dunkelheit oder im Nebel schnell übersehen. Auch feuchtes Laub kann heimtückisch sein. Bei einem Unfall kann ein mitgeführtes Handy mit aktiver SIM-Karte zum wichtigen Helfer werden.

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22.09.2009, 13:00 Uhr

Zwar lassen sich leichte Blessuren oftmals ohne fremde Hilfe bewältigen, bei größeren Verletzungen ist dies aber nicht mehr so einfach. „Mit einer Knöchelverstauchung oder einem Bänderriss noch einige Kilometer zu laufen, ist aufgrund der damit verbundenen Schmerzen fast unmöglich“, sagt Roland Hüser. „Abgesehen davon verlängern unnötige und unangenehme Folgeverletzungen den gesamten Heilungsprozess", so der Betriebsarzt der E-Plus Gruppe weiter.
Notruf 112 europaweiter Standard
Dagegen ist mit einem funktionierenden Mobiltelefon meist schnell Hilfe zur Stelle. Die Notrufnummer 112 ist inzwischen europaweit Standard und ein Anruf läuft automatisch bei der nächstgelegenen Rettungsleitstelle auf. Voraussetzung ist allerdings ein Mobiltelefon mit aktivierter SIM-Karte. War das Absetzen von Notrufen in der Vergangenheit auch ohne SIM möglich, so funktioniert dies seit 1. Juli 2009 zum Schutz vor Notruf-Missbrauch nicht mehr.
Schnelle Hilfe per Ortungsfunktion
Zusätzlich von Vorteil für den Verletzten ist auch die Handyortung, wenn er nach einem Unfall keine genauen Angaben zum eigenen Aufenthaltsort machen kann. Noch bis Anfang 2009 mussten Handybesitzer einer solchen Ortung zustimmen. Mit der seit März gültigen Notrufverordnung kann dagegen jede Rettungsleitstelle den Anrufer in Sekunden automatisch lokalisieren. Eine wichtige Neuerung bei Orientierungslosigkeit oder Schockzuständen.
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