Deutsche nehmen Smartphone sogar mit ins Bett

Die Krankenkasse pronova BKK hat eine Online-Befragung unter 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren durchführen lassen, die repräsentativ nach Geschlecht, Alter und Bundesland ausgewählt wurden. "Die Süchte der Deutschen 2017" betrifft auch die Smartphone-Nutzung - und zwar nicht zu knapp!

Handytarife im Vergleich© blackzheep / Fotolia.com
22.11.2017, 08:55 Uhr

Bereits letztes Jahr ergab eine Umfrage von handytarife.de, dass nur 15,1 Prozent der Deutschen ihr Handy beim Schlafen ausgeschaltet haben. Die Befragten der im Auftrag der Krankenkasse pronova BKK durchgeführten Studie gaben nun zu 40 Prozent an, dass der letzte Blick vor dem Einschlafen und der erste nach dem Aufwachen auf ihr Mobiltelefon fällt. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 70 Prozent. Insbesondere vor dem Einschlafen ist die Nutzung des hellen blauen Lichts schädlich für die Erholungsphase – Abhilfe können dafür sogenannte Blaulichtfilter schaffen.

Ganz und gar nicht smart: Abhängigkeit vom Phone

Gar jeder fünfte Teilnehmer an der Befragung gibt zu, dass er seinen Alltag ohne das Handy gar nicht mehr organisieren könnte. Und fast ein Viertel hatte schon mal Paniksymptome wie Herzrasen oder Schweißausbrüche, weil er oder sie das Smartphone vergessen hatten. Diese Reaktion nennt sich "No-Mobile-Phone-Phobia" und ist Folge dessen, dass immer mehr Menschen sich nackt fühlen, wenn sie einmal ohne ihr geliebtes Handy unterwegs sind.

33 Prozent der Befragten geben an, dass sie auf ihr Smartphone keinesfalls verzichten können, mit 43 Prozent noch weniger auf ihren Computer oder Laptop. Über 60 Prozent nutzen das Smartphone während des Essens. Ebenso viele verwenden es, während sie sich mit Bekannten treffen, denen sie eigentlich ihre Aufmerksamkeit widmen sollten. Nach einer von uns in Auftrag gegebenen Studie nutzen selbst 42 Prozent der Deutschen ihr Handy auf dem Klo. 13 Prozent können nach Angaben der pronova BKK sogar beim Auto- oder Fahrradfahren die Finger nicht von dem Handy lassen, weswegen der Gesetzgeber die Regeln nochmal verschärft hat.