Explodierende iPhones: EU droht Apple

Die EU-Kommission will die Fälle in Europa, bei denen ein iPhone explodiert ist, genau prüfen lassen. Sollten sich aus den Untersuchungen Hinweise auf Produktionsfehler bei Apples Smartphone ergeben, will Verbraucherschutz-Kommissarin Meglena Kunewa das iPhone europaweit vom Markt nehmen lassen.

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01.10.2009, 14:33 Uhr

„Wir werden in Laboren prüfen lassen ob es sich bei dem Problem um einen Fehler des Telefons, den Batterien oder einen Fall von unsachgemäßer Benutzung handelt“, sagte Kunewa. In einem der dokumentierten Fälle, unter anderem aus Deutschland, hatte ein Mädchen Feuer gefangen, als das iPhone-Display direkt vor ihr explodierte. Apple selbst wertet die Berichte bislang als „Einzelfälle“, die zudem auf einen nicht sachgerechten Gebrauch des Geräts zurückzuführen seien.
Mit dieser Aussage will sich Kunewa nicht länger zufrieden geben: „Ich brauche nicht Apples Erlaubnis, um die Einfuhr von Waren in den (europäischen) Markt zu stoppen. Wenn Waren gefährlich sind, werden wir einen Rückruf veranlassen.“ Kunewas Drohung sollte Apple durchaus ernst nehmen: Im Fall eines Produktionsfehlers bei Kaffeemaschinen der Marke Senseo ließ die Verbraucherschützerin die Geräte kurzerhand vom Markt nehmen.
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