Handy-Telefonate im Ausland werden billiger

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben in Luxemburg grünes Licht für die Roaming-Verordnung gegeben. Damit ist der Weg frei für preiswertere Handy-Gespräche im EU-Ausland. Bereits im Spätsommer soll dies möglich sein.  

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08.06.2007, 13:18 Uhr

Nach dem Beschluss der 27 Telekommunikationsminister der EU kann die Regelung bereits Ende Juni in Kraft treten.
Im ersten Schritt sinken die Gebühren für alle, die aus dem Ausland anrufen, auf maximal 49 Cent je Minute. Plus Mehrwertsteuer sind das für die Deutschen 58,3 Cent. Die Höchstgrenze für im Ausland angenommene Telefonate liegt bei 24 Cent (incl. MwSt. 28,6 Cent). Bis 2009 reduzieren sich die Preise für das International Roaming weiter - im kommenden Jahr auf 46 und schließlich auf 43 Cent für abgehende Anrufe. Für angenommene Anrufe sollen sie auf 22 und dann auf 19 Cent sinken. Die Mehrwertsteuer kommt jeweils hinzu.
Schon im Sommer günstiger telefonieren
Mobilfunkkunden müssen von ihrem Anbieter innerhalb eines Monats über den neuen "Eurotarif" informiert werden. Die Kunden haben dann zwei Monate Zeit, sich für den Eurotarif oder für einen anderen Tarif zu entscheiden. Viele Anbieter werben inzwischen damit, bereits jetzt schon preiswertere Tarife mit speziellen Auslands-Optionen anzubieten. Für Kunden, die nicht reagieren, tritt der Eurotarif automatisch drei Monate nach Veröffentlichung der Verordnung in Kraft.
Die deutschen Netzanbieter wollen Ihre Kunden „so schnell wie möglich“ in den Genuß der vergünstigten Handytarife kommen lassen. Die Umstellung dürfte jedoch nicht vor Ende August vonstatten gehen.