Huawei a Paris avec l'Ascend P7, magnifique?

Huawei hatte am Mittwoch nach Paris eingeladen. Wie erwartet, wurde nach dem auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentierten P7 mini nun das neue Flaggschiff P7 vorgestellt. handytarife.de war live vor Ort, um unsere Eindrücke von der Präsentation und dem neuen Handy für Sie in einem ausführlichen Bericht zusammenzufassen.

Huawei© Huawei Technologies Co., Ltd.
08.05.2014, 03:13 Uhr

Der erste Redner war der CEO der Huawei Consumer Business Group, Richard Yu. Er hatte es sich auch schon im letzten Jahr nicht nehmen lassen das damalige Top-Handy Ascend P6 in London vorzustellen. Darum ging er zunächst darauf ein, dass seitdem über 4 Millionen Mobiltelefone dieses Typs in über 100 Ländern verkauft wurden. Damit stieg der Bekanntheitsgrad der Chinesen auf 52 Prozent und dies zeige dem Unternehmen, dass man sich auf einem guten Weg befinde. Huawei ist der „junge Tiger“ unter den Mobiltelefon-Herstellern und behauptet Platz drei nach Samsung und Apple an der Spitze.


Die Verbesserungen: Handwerkskunst, Kamera, Konnektivität


Das P6 hat also den Weg geebnet und macht nun Platz für seinen Nachfolger, bei dem insbesondere drei Punkte in der Entwicklung eine Rolle gespielt haben: Handwerkskunst, Kamera und Konnektivität. Für ein chinesisches Unternehmen eher ungewöhnlich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass man dies dank der eigenen Angestellten geschafft habe und diese als besonders wertvoll hervorgehoben wurden.



 
Der direkte Vergleich mit der Konkurrenz

Joonsuh Kim ist der Vize-Präsident der Abteilung Mobile Design und erläuterte als nächstes die Handwerkskunst, die sich im neuen Huawei Ascend P7 widerspiegeln soll. Mit dem Design sollte eine „Chemie“ erzeugt werden, die dem Konsumenten das Gefühl von der Liebe auf den ersten Blick gibt, wenn er das Smartphone in die Hand nimmt. Wir haben das Smartphone aus China schon in den Händen halten können – und ganz so hochtrabend sind die Gefühlsausbrüche nicht.


Man hat sich viel viel Mühe bei der Rückseite gegeben, die aus sieben Lagen besteht, um den gewünschten Effekt zu erhalten. Unter dem Gorilla Glas 3, das auch dem Bildschirm schützt, wird tatsächlich ein ganz ansehnlicher Look geschaffen, bei dem es so aussieht, als würden die Punkte auf verschiedenen Ebenen schweben. Wie schon das P6 ist auch dessen Nachfolger mit 6,5 Millimetern sehr dünn und der Rand rechts und links vom Display ist auch ausgesprochen schmal.



 
Effekt mit sieben Schichten

Das führt auch dazu, dass es sich noch gut mit einer Hand bedienen lässt, denn der Bildschirm ist 5 Zoll groß. Er löst in Full-HD auf, ist sehr hell und macht einen gestochen scharfen Eindruck (445 ppi). Dabei betrachtet man die erneuerte Benutzeroberfläche EmotionUI 2.3, die nun neue Icons vorzuweisen hat. Außerdem kann man im Internet aus über 100 verschiedenen Designs das gewünschte herunterladen und auch farblich anpassen. Diese Neuerung kam vorher schon bei Apple mit iOS 7 und auch sonst erinnert Huaweis User-Interface an den Primus aus Cupertino.


Die Kamera: Überzeugt auf Anhieb


Changzu Li (Head of Technology Planning) erleuterte im Anschluss die Kamera-Technik. Die Entwickler hatten hierauf eine Augenmerk gelegt, weil mittlerweile über 70 Prozent der in sozialen Netzwerken geteilten Fotos mit dem Smartphone aufgenommen werden. Um dem Selfie-Trend gerecht zu werden, knipst die Frontkamera mit 8 Megapixeln und hat „Auto Beauty Enhancement“, um die porträtierte Person direkt aufzuhübschen. Ein verkleinertes Vorschau-Fenster, das oben rechts eingeblendet wird, soll dafür sorgen, dass die Augen in die Kamera schauen.



 
Heller und sehr scharfer Bildschirm

Huawei hat auch den spätestens mit dem meist geteilten Selfie von der Oscar-Verleihung dieses Jahr gestarteten Trend der Gruppen-Selfies erkannt. Bei den Chinesen heißen die „Groufies“. Darum hat die Linse auf der Vorderseite einen Panorama-Modus der drei Aufnahmen zusammenfügt. So passt auch ein größerer Teil des Hintergrundes auf den Selfie oder eben eine Gruppe. Die Hauptkamera löst mit 13 Megapixeln auf und konnte in einem ersten Test schon überzeugen. Die Bilder erscheinen sehr scharf mit einer natürlichen Farbwiedergabe. Etwas besonderes ist außerdem, dass nur 1,2 Sekunden vergehen, bis ein Foto geschossen ist, wenn man zweimal auf die Leiser-Taste drückt. Das klappte auch schon in unseren Händen und ist wirklich sehr flott.


Clement Woug war als Global Go-To-Market Director der letzte Redner von Huawei und teilte mit, dass ein 1,8 Gigahertz Quadcore-Prozessor das Ascend P7 antreibt, der auf 2 Gigabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen kann und auch der Daten-Turbo LTE weltweit unterstützt wird. In dem schmalen Gehäuse findet die Hauptantenne unten Platz und wird durch eine zweite kleinere Antenne am oberen Rand des Mobiltelefons ergänzt.



 
Effektvolle Rückseite des weißen Testgerätes

Etwas besonderes hat man sich für den zweiten Slot am Gehäuserand ausgedacht:


Während in den ersten eine Micro-SIM hinein passt, kann der andere eine Micro-SD- oder eine Nano-SIM-Karte aufnehmen. Als Nutzer hat man also die Wahl, ob man Dual-SIM nutzen oder den internen Speicher von 16 Gigabyte erweitern möchte. Der Akku hat eine Kapazität von 2500 mAh und sitzt auf einer Aluminium-Struktur, die Wärme ableiten und so ein aufheizen des Smartphones verhindern soll. Die Technik im Innern ist mit Nanopartikeln beschichtet und somit feuchtigkeitsabweisend.


Für 419 Euro kommt das neue Mobiltelefon aus dem Hause Huawei in den Farben schwarz und weiß im Juni in Deutschland auf den Markt. Eine Version in pink soll folgen. Vorinstalliert ist Googles Betriebssystem Android in der aktuellen Version 4.4.2 und ein NFC-Chip ist auch mit an Bord. Das Ascend P7 hinterlässt bei uns einen sehr guten ersten Eindruck. Wir haben uns bereits ein Testgerät gesichert, um es unseren Alltags-Test durchlaufen zu lassen, damit es unter anderem beweisen kann, ob die Kamera wirklich so gut ist, wie es den Anschein macht.

 
Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de