Junge Frauen mit Kids nutzen Handys am häufigsten

Jüngere Frauen mit Kindern machen mit 31 Prozent den größten Teil der sogenannten Smartphone-dominanten User aus: Das sind Nutzer, die den größten Teil ihrer digitalen Zeit auf Mobilgeräten verbringen, nämlich 70 Prozent. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer verbringt nur knapp die Hälfte seiner Zeit am Mobilgerät (46 Prozent).

Handytarife im Vergleich© blackzheep / Fotolia.com
16.07.2015, 11:47 Uhr

Smartphone-Dominante beschäftigen sich also am meisten mit den neuen Nutzungsangeboten durch Apps, mobile Webseiten und Zahlungsmethoden. Und die Gesamtzahl derjenigen, die sich für das Smartphone und gegen den Computer entscheiden wird, wird laut einer aktuellen Studie weiter stark wachsen.
In den nächsten drei Jahren wird die Mehrheit der Deutschen ein Smartphone besitzen, dies entspricht einem Anstieg um 15,4 Prozent auf 64,9 Prozent (Quelle: eMarketer 2015). Laut der aktuellen Studie "The Shift to Smartphone Dominance" von Yahoo verbringen heute bereits zwölf Prozent dieser Smartphone-Nutzer die meiste Zeit mit mobilen Geräten und nicht mehr vor dem Desktop-PC. Mit dem rasanten Anstieg der Smartphone-User in Deutschland wird laut Yahoo auch die Anzahl derer stark steigen, die sich für mobile Dienste und gegen stationäre Computer entscheiden. So wird in den nächsten drei bis vier Jahren jeder zweite Deutsche hauptsächlich vom Mobilgerät aus shoppen gehen, Mails checken oder Videos ansehen. Dass junge Mütter hier im Fokus stehen, ist nicht verwunderlich: Sie gehören zu jener Gruppe, die oft viele Dinge gleichzeitig organisieren müssen und die Flexibilität, auch von unterwegs auf Online-Dienste zugreifen zu können, nutzen wollen.
Frauen wünschen sich Aktualität
Den ständigen Zugriff auf die aktuellsten Infos und einfache Bedienbarkeit schätzen vor allem junge Frauen bei Smartphones (35 Prozent). Die neuesten Geräte passen sich immer besser den Bedürfnissen der User an. Größere Displays, intuitive und klar strukturierte Apps und alle Infos auf einen Blick bilden die Basis, die für die flexiblen mobilen Geräte und gegen stationäre Computer sprechen. Bei jungen und oft technikaffinen Männern dienen die kleinen Allroundhelfer vor allem für schnelle Informationsbeschaffung. Multi-Device-Nutzung ist bei ihnen das Zauberwort, denn laut Yahoo wechselt jeder Fünfte von ihnen später vom Smartphone auf den PC, um die begonnenen Recherchen oder E-Mails fortzusetzen (22 Prozent).
Nicht nur junge Männer und Frauen werden in Zukunft zur Gruppe Smartphone-dominanter Nutzer zählen. Laut der Studienzahlen erstreckt sich der Anstieg über alle Altersgruppen hinweg.
Multi-Screen-Nutzung steigt
E-Mails auf dem Tablet lesen, parallel auf dem Smartphone twittern und Online-Shopping auf dem PC: Für fast die Hälfte aller Smartphone-dominanten Nutzer ist es mittlerweile alltäglich geworden, mehrere Geräte gleichzeitig zu nutzen (49 Prozent). Und längst hat es sich etabliert, dass während des Fernsehens auf dem Smartphone im Internet gesurft wird (57 Prozent). TV-Quizshows mit Live-Einbindung via App oder Diskussionen auf Twitter zum sonntäglichen Tatort werden also keine Eintagsfliegen im Bereich Multi-Screen bleiben.
Phablets für Videos
Auch der Einsatz von Phablets fördert die Multi-Screen-Nutzung: Laut Studie ist deren Nutzung im letzten Jahr um 148 Prozent gestiegen. Der große und einfach zu bedienende Bildschirm ist eine Alternative für all jene, denen das Smartphone oft zu klein oder der PC zu umständlich ist.