Keine akute Gesundheitsgefährdung durch Handys

Durch Mobilfunktechnologie entstehende Strahlung hat einer neuen Studie der Universität München zufolge keinen akut messbaren Einfluss auf das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen. In dieser Untersuchung waren 3000 Probanden je 24 Stunden elektromagnetischen Feldern ausgesetzt.

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27.01.2009, 13:22 Uhr

Die Wissenschaftler untersuchten die Auswirkung der Strahlung von Handys, Funkmasten, schnurlosen Telefonen und W-LAN. In der Studie wurde das Wohlbefinden der Versuchspersonen während der kontrollierten Bestrahlung ausführlich dokumentiert und mit deren Befinden im letzten halben Jahr abgeglichen. Dabei konnte kein erhöhtes Auftreten von Symptomen wie Kopfschmerzen, Einschlafstörungen, Gereiztheit, Nervosität, Schwindel, Müdigkeit, Angst oder Konzentrationsproblemen festgestellt werden.
Langzeitauswirkungen noch ungeklärt
Da Mobilfunk erst seit den neunziger Jahren flächendeckend genutzt wird sind Aussagen über die Langzeitwirkungen allerdings noch nicht möglich. Dementsprechend gab das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auch nach diesem erneuten Hinweis auf die Ungefährlichkeit der Technologie - es sind bereits mehrere Studien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen - keine Entwarnung und ermahnt weiter zur Vorsicht. In der Bevölkerung wird die hitzige Debatte über Handystrahlung gerade von besorgten Eltern auch nach dieser Studie weiter geführt werden.
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