Mobilfunktarife: Geht es noch billiger?

Discount-Anbieter halten den deutschen Mobilfunkmarkt seit rund einem Jahr auf Trab, die Handytarife liegen nach Angaben des statistischen Bundesamtes im März um 11,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Verlauf des vergangenen Jahres lag der Preisrückgang noch bei knapp zehn Prozent. Hält der für den Verbraucher erfreuliche Trend an oder geht es bald nicht mehr billiger?

Handytarife vergleichen© Viktor Hanacek / picjumbo.com
05.04.2006, 11:50 Uhr

Hintergrund des starken Preisverfalls war der Einstieg von Discount-Anbietern in den deutschen Markt im vergangenen Sommer, allen voran durch die E-Plus-Tochter simyo. Ableger von Mobilcom und Debitel folgten, bis heute gibt es zahlreiche weitere Billiganbieter wie klarmobil, blau.de, Tchibo oder Aldi.
Der Vorstand des Bonner Marktführers T-Mobile, Rene Obermann, hält in diesem Jahr einen Rückgang der Mobilfunkgebühren um bis zu 20 Prozent für möglich.
Ganz anders sieht dies simyo-Gründer Rolf Hansen: "Viel günstiger kann es schon wegen der Einkaufspreise nicht werden", argumentiert der Düsseldorfer Firmenchef. Zwar gebe es immer wieder einzelne Angebote mit Preisen von 14 Cent pro Minute, hier seien aber meist die SMS-Preise deutlich höher und die Taktung ungünstig.
Hansen sieht inzwischen eine erste Konsolidierung, er schätzt das Marktpotenzial der Discount-Anbieter mittelfristig auf etwa 20 Prozent des Gesamtmarktes, das entspräche über 15 Millionen Kunden.