Online-Shop zeigt Unterschiede zwischen Ost und West

Lassen sich räumliche Unterschiede zwischen Ost und West 27 Jahre nach der Wende im Bereich Mobilfunk ausmachen? Welche Smartphone-Hersteller werden bevorzugt und wieviel für den Handytarif monatlich bezahlt? Der Online-Shop Sparhandy hat dafür seine Bestellungen des letzten Jahres statistisch ausgewertet.

Tarifvergleich© Jacob Lund / Fotolia.com
03.10.2017, 10:00 Uhr

Das Statistische Bundesamt gibt an, dass 2016 95,2 Prozent der Haushalte des früheren Bundesgebietes ohne Berlin-West mindestens ein Mobiltelefon besaßen, insgesamt waren es 1,79 Handys pro Haushalt. In den neuen Ländern und Berlin waren es 94,9 Prozent, wo durchschnittlich 1,66 Mobiltelefone pro Haushalt zur Ausstattung gehörten. Das Einkommen je Haushalt betrug im Westen 4424 Euro brutto und im Osten 3346 Euro brutto.

Der Westen gibt mehr aus

Sparhandy hat zum Tag der Deutschen Einheit ausgewertet, dass in Westdeutschland für einen Handytarif mit Handy monatlich durchschnittlich 26,38 Euro ausgegeben werden. Im Osten Deutschlands sind es 23,81 Euro. In Hamburg und Köln zahlen die Sparhandy-Kunden mit 29,14 Euro bzw. 28,73 Euro am meisten, in Cottbus und Zwickau mit jeweils 22,48 Euro am wenigsten. Pro Handy wenden die Ostdeutschen damit in Relation zu ihrem Einkommen mehr für ihren Handyvertrag auf. In Westdeutschland sind es 1,40 Prozent des Nettoeinkommens, im Osten und Berlin 1,52 Prozent pro Mobiltelefon.

Der höchste Anteil an den Gesamtverkäufen entfiel im abgelaufenen Jahr in München mit 53,7 Prozent auf Apple-Smartphones, Samsung-Handys verkauften sich in Bremen am besten mit 45,3 Prozent und Huawei-Mobiltelefone in Zwickau mit 32,5 Prozent. Bemerkenswert: die Top-10-Städte, in denen der Anteil verkaufter Huawei-Smartphones am größten ist, liegen alle in der ehemaligen DDR.