Schuldenfalle Handy

Junge Menschen unter 20 Jahren verschulden sich immer häufiger. Um 38 Prozent ist die Zahl der überschuldeten Jugendlichen allein von Oktober 2009 bis September 2010 gestiegen, so eine Untersuchung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Häufigster Grund für den ersten Schritt in die Schuldenspirale ist das Mobiltelefon.

Handytarife© kite rin / Fotolia.com
24.02.2011, 08:00 Uhr

Denn neben den Gebühren für Sprechen und Simsen fallen Kosten für weitere Dienste, wie das Versenden von Bildnachrichten, mobiles Surfen im Internet oder das Herunterladen von Logos und Spielen an. Das sind für Kinder oft unüberschaubare Ausgaben. "Eltern sollten deshalb schon im Vorfeld mit ihren Kindern genau besprechen, was bei der Handynutzung wie viel kostet", raten die Finanzexperten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG).
Welche Handytarife eignen sich für Kinder und Jugendliche?
esser sei ein Mobiltelefon mit Prepaid-Karte. Ist ein Guthaben aufgebraucht, ist bis zum nächsten Aufladen das Kontaktieren von Gesprächspartnern nicht mehr möglich. Doch die DVAG warnt: Auch diese Art der Kostenkontrolle bietet keinen hundertprozentigen Schutz. Denn sogenannte Klingelton-Abos können monatliche Gebühren anhäufen, die von der Prepaid-Karte abgebucht werden. Ist diese leer, passiert scheinbar nichts, im Hintergrund jedoch sammeln sich die Kosten an. Lädt der Besitzer die Karte wieder auf, wird der Betrag vom Guthaben abgezogen. Aber selbst wer die Karte gar nicht mehr auflädt, kommt nicht ums Zahlen herum. Der Abo-Anbieter kann die Adresse des Karteninhabers über den jeweiligen Provider feststellen, um eine Rechnung zu schicken.
Die besten Handy-Tarife für Kinder und Jugendliche
Kinder an Umgang mit Geld gewöhnen
Generell raten die Vermögensberater der DVAG: "Damit Jugendliche lernen, richtig mit Geld umzugehen, sollten sie ein eigenes Konto haben." Für Minderjährige kämen allerdings nur reine Guthabenkonten in Betracht, damit sie hier keine Schulden machen können. Um eines zu eröffnen, brauchen Teenager unter 18 Jahren die Zustimmung der Eltern. Die Ausnahme: Wenn der Jugendliche eine Ausbildung macht, darf er allein ein Girokonto einrichten, auf das sein Gehalt eingeht. Überweisungen können von solch einem Konto allerdings nicht gemacht werden.