Smartphones: Geschwindigkeit wichtiger als Kosten

Die Internet-Nutzung mittels Smartphones hat in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zugenommen. Mit einem Smartphone im Netz unterwegs waren 70 Prozent der befragten Internetnutzer (2012: 50 Prozent; 2011: 28 Prozent). Mit einem Tablet surften 21 Prozent der Befragten (2012: 17 Prozent, 2011: 3 Prozent).

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02.09.2013, 20:43 Uhr

Statt 91 Prozent im Vorjahr gaben 85 Prozent der Befragten an, mit einem herkömmlichen PC online zu gehen. Diese Entwicklung zeigt die repräsentative Studie "Mobile Web Watch 2013" des Beratungs-Dienstleisters Accenture.
Unter den Nutzern, die noch kein Smartphone besitzen, planen 45 Prozent eine Anschaffung in den nächsten zwölf Monaten. Nutzen die Befragten erst einmal das Internet mit mobilen Endgeräten, sind sie auch bereit mehr zu bezahlen: 41 Prozent der befragten Nutzer würden 15 Euro oder mehr ausgeben für einen signifikant schnelleren mobilen Internetzugang. Zwei Drittel der Verbraucher würden Cloud-Dienste bezahlen wie Datensicherung oder -synchronisation zwischen mehreren Endgeräten.
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Netzabdeckung, Verbindungsqualität und -geschwindigkeit wieder wichtiger
Leistungsstarke Netze sind den befragten Deutschen besonders wichtig: 95 Prozent legen sehr viel Wert auf eine weitreichende Netzabdeckung, jeweils 94 Prozent auf gute Verbindungsqualität und Verbindungsgeschwindigkeit. Gab es zuletzt für Mobilfunkanbieter aufgrund von Handy Flatrates wenig andere Differenzierungsmerkmale, werden momentan für Verbraucher Merkmale wie Netzabdeckung, Verbindungsqualität und -geschwindigkeit wieder wichtiger, so die Studie.
Steigende Anforderungen, sinkende Loyalität
Während die Anforderungen der Kunden an die Netze wachsen, sinkt ihre Loyalität gegenüber Netzbetreibern: Nur etwa ein Viertel der Befragten gab an, alle Kommunikationsdienstleistungen von einem Mobilfunkanbieter beziehen zu wollen. 27 Prozent ist es egal, wer ihnen Sprach- und Videotelefonie, Messaging oder andere Services bereitstellt. 24 Prozent bevorzugen Geräte- oder Betriebssystemhersteller als Anbieter, neun Prozent die Betreiber von sozialen Netzwerken. Mobilfunkanbieter werden von den Kunden also nicht mehr so dominant wahrgenommen wie in der Vergangenheit.