Studie: Mehrheit hält mobiles Bezahlen für unsicher

Vierzig Prozent der Deutschen steuern für Informationen und Anfragen am liebsten Online-Angebote von Banken im Internet an. Doch wenn es um Vertragsabschlüsse geht, möchte die große Mehrheit auf das persönliche Beratungsgespräch nicht verzichten, vor allem bei komplexeren Produkten.

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17.02.2015, 08:10 Uhr

Bei Kontoeröffnungen und Wertpapierhandel sehen die Kunden dagegen durchaus Vorteile in Online-Lösungen. Skeptisch sehen sie bisher noch das mobile Bezahlen: Erst 13 Prozent der Bundesbürger nutzen Angebote wie Girogo, Google Wallet oder Yapital. Ein Viertel plant die Nutzung von Apps zum kontaktlosen Bezahlen mit Smartphone oder Kreditkarte. 43 Prozent lehnen diesen Trend jedoch strikt ab, 22 Prozent kennen die Angebote nach eigener Aussage nicht ausreichend. Dies sind Ergebnisse einer Studie der Targobank, für die 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt wurden.
  Die unendliche Geschichte des Mobile Payment
Mobile Bezahlmethoden beurteilen deutsche Bankkunden noch skeptisch. Hauptgrund dafür sind Sicherheitsbedenken: 74 Prozent halten Zahlungsverfahren über eine bankfremde App, wie Girogo, Google Wallet oder Yapital für unsicher. 61 Prozent misstrauen auch dem mobilen Bezahlen über NFC-Chip. 55 Prozent haben sogar bei mobilen Bezahlmethoden von Banken noch Bedenken, zum Beispiel bei einer App oder mobilen Internetseite.
Sicherheitsbedenken
Nicht nur beim mobilen Bezahlen, auch beim normalen Online-Banking beschleicht die Kunden aufgrund vermehrter Phishing-Aktivitäten ein mulmiges Gefühl: Jeder Fünfte hat schon einmal wegen Sicherheitsbedenken eine Transaktion abgebrochen. 17 Prozent berichten von technischen Problemen beim Online-Banking. 10 Prozent scheiterten an einer verwirrenden Menüführung oder komplizierten Online-Formularen. Zwei von fünf Bankkunden hatten mit Online-Angeboten bisher keine Probleme.