T-Mobile und Ericsson verbessern Handy-Sprachqualität

Der Mobilfunk steht vor einem Qualitätssprung in punkto Sprachqualität: Möglich macht das AMR-Wideband, ein Sprachkodierungsverfahren, das künftig Mobiltelefonieren in HiFi-Qualität erlauben soll. T-Mobile und Ericsson haben das Potenzial von AMR-Wideband jetzt bei einem Feldversuch in Köln und Hamburg getestet, die große Mehrheit der teilnehmenden T-Mobile Kunden zeigte sich von der signifikant verbesserten Sprachqualität überzeugt.  

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24.10.2006, 12:03 Uhr

Der Feldversuch war der weltweit erste AMR-Wideband-Testlauf in einem kommerziellen Mobilfunknetz. "Die AMR-Wideband-Technologie (Adaptive Multi-Rate) liefert eine noch nie da gewesene Sprachqualität. Die Technologie bietet T-Mobile damit eine hervorragende Chance, die Qualität aus Kundensicht weiter zu verbessern", hieß es von dem Bonner Anbieter.
T-Mobile und Ericsson wollen die weitere Entwicklung der Technik für die verbesserte Sprachqualität beim Mobiltelefonieren maßgeblich vorantreiben. Geplant ist, die AMR-Wideband Technik in Abstimmung mit anderen Mobilfunkanbietern und Lieferanten im Jahr 2008 einzuführen.
Der vierwöchige AMR-Wideband-Feldversuch fand im Sommer diesen Jahres statt. Teilnehmer waren 150 T-Mobile Kunden, die häufig mobil telefonieren. Das Ericsson Consumer & Enterprise Lab und das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) begleiteten den Test mit einer umfassenden Verbraucherbefragung. Über 70 Prozent der Testteilnehmer gaben dabei an, die Sprachqualität ihrer mobilen Telefonate habe sich spürbar und klar erkennbar verbessert.
Mit AMR-Wideband ist ein Gesprächspartner selbst dann noch deutlich zu verstehen, wenn er flüstert oder sich an einem Ort mit lauten Hintergrundgeräuschen aufhält. AMR-Wideband bietet auch eine verbesserte Unterstützung von Diensten wie Konferenzschaltungen mit mehreren Teilnehmern und der Bereitstellung musikalischer Freizeichen (SoundLogos). Die Technik basiert auf einem hochmodernen Algorithmus für die Sprachkomprimierung. Die Bandbreite bei der Sprachübertragung wird verdoppelt, ohne dass die Anforderungen an die Transportleistung der Mobilfunknetze steigen. Das Ergebnis ist eine hörbar gesteigerte Sprach- und Klangqualität.