UNESCO-Welttag des (e)Buches

Die United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization hat 1995 den 23. April als Feiertag für alle Bücherwürmer ins Leben gerufen und erinnert seitdem zugleich an die Urheberrechte der Autoren. Die Branche befindet sich im digitalen Wandel. handytarife.de gibt am Weltbuchtag einen kleinen Überblick.

Handytarife im Vergleich© blackzheep / Fotolia.com
23.04.2017, 08:00 Uhr

„Die Smartphones werden größer, die Tablets leichter und die Bildschirme in beiden Geräteklassen schärfer“, sagte Achim Berg von Bitkom bereits 2015 und schlussfolgerte: „Das spricht dafür, dass E-Books in Zukunft verstärkt auf Mobilplattformen wie Smartphones und Tablets gelesen werden. Über entsprechende Apps können die Nutzer auf die Inhalte zugreifen.“ Im Jahr 2017 dürfte sich dieser Trend noch fortsetzen, denn mit dem Samsung Galaxy S8 und dem LG G6 kommen gerade zwei Handys in den Handel, deren Fronten sehr große Bildschirme bei dennoch handlichen Gehäusen beherbergen. Dies haben die Hersteller durch noch schmalere Ränder um die Displays realisiert.

Um das Lesevergnügen auf die Phablets zu bringen gibt es mittlerweile eine Heerschar von Apps für die verschiedenen Smartphone-Betriebssysteme. Neben den Mobilfunktarifen von AldiTalk bietet der Discounter zusammen mit Napster auch eBooks an, die dann mithilfe der passenden App gelesen werden können. Wer nicht auf die großen Titel aus ist, sondern vielmehr auf der Suche nach neuen Talenten und deren Geschichten ist, sie mit Tipps unterstützen möchte oder gar selber seine Texte anderen zur Verfügung stellen möchte, für den könnte die App „Wattpad“ genau das richtige sein. Wer kein Freund langer Lektüren ist, aber dennoch die Essenz literarischer Werke kennen möchte, könnte in den Zusammenfassungen der „Blinkist App“ fündig werden.

Kein Wachstum und dennoch Zuversicht?

PriceWaterhouseCoopers veröffentlichte zur letzten Buchmesse in Frankfurt eine Prognose für den Büchermarkt mit einem Blick in die Glaskugel bis 2020. Dabei sinken die Umsätze mit Druckerzeugnissen kontinuierlich weiter, wobei der Umsatz mit eBooks weiterhin steigt. Insgesamt bedeutet dies aber dennoch einen Rückgang von 9,3 Milliarden Euro im Jahr 2016 auf 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2020. Im Klartext: es wird eine Marktbereinigung stattfinden. Denn digitale Literatur braucht keinen stationären Einzelhandel und auch keine Druckereien.

Der Anteil der Belletristik an gedruckten Büchern sinkt besonders stark, steigt aber im Gegenzug überproportional bei den eBooks. Ist Unterhaltung also digital und Bildung kommt aus der Druckerpresse? PwC sieht sieht den Anteil der Sachbücher von 17,7 Prozent auf 28,9 Prozent im Jahr 2020 wachsen. Den Durchbruch bei Schul- und Lehrbüchern wird es aber erst geben, wenn die Bildungsministerien von Druckerzeugnissen auf rückenschonende, digitale Lösungen umstellen. Solange wird es Hybrid-Modelle geben, sodass es zum gekauften Buch den Zugriff auf das eBook dazu gibt.

Bevor der Buchhandel um die Ecke also bald Geschichte ist und Gutenbergs-Erfindung zusammen mit dem Beruf des Setzers in Vergessenheit geraten, gibt es dieses Jahr erstmals deutschlandweit kostenlose Verlagsbesuche. Alle Veranstaltungen sind auf der Aktionsseite des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels aufgelistet.