Weniger Interesse an Klingeltönen und Musik per Handy

Eine aktuelle Studie zum Thema Akzeptanz mobiler Musikdienste zeigt eine neue Tendenz: Das Interesse der Handy-User an Klingeltönen zum Download lässt nach. Ist der Boom von Jamba & Co. vorbei, ist der „Crazy Frog“ damit Geschichte? Auch mobile Musik-Downloads auf das Mobiltelefon haben den Durchbruch bislang nicht geschafft.  

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16.09.2006, 23:28 Uhr

Keine Musik drin
Gemäß einer jüngst von „M:Metrics“ durchgeführten Befragung zum Thema Akzeptanz mobiler Musikdienste lädt bislang nur ein Bruchteil aller Handy-Besitzer komplette Songs auf ihr Gerät herunter. Laut aktuellen Zahlen nutzten im Monat Juli 2006 lediglich drei Prozent aller britischen Mobilfunkkunden ihr Handy als Musik-Player. In Spanien (2,8 Prozent) und Deutschland (1,4 Prozent) fiel die Nachfrage nach mobilen Musikdiensten für das Handy in dem untersuchten Zeitraum sogar noch geringer aus. Weit abgeschlagen sind mit einem Anteil von gerade einmal 0,7 Prozent die US-amerikanischen Mobiltelefonierer.
Zum einen sehen Experten die Download-Gebühren als Hindernis an. Dies gilt speziell für Gebiete, in denen die schnelle Mobilfunkübertragungstechnik UMTS noch nicht verbreitet ist. Zum anderen genügen viele der mit MP3-Player-Funktion ausgestatteten Handys noch nicht allen an sie gestellten Ansprüchen, lieber wird ein separater MP3-Player genuzt.
Klingeltöne bald altes Eisen?
Die jetzt ermittelten Zahlen zum Interesse an Klingeltönen dürften den Anbietern Kopfzerbrechen bereiten: Im Monat Juli luden sich 10,4 Prozent der Mobilfunkkunden in den USA einen Klingelton auf ihr Handy. Mit einem Anteil von 8,9 Prozent verhielt es sich in Spanien ähnlich. Die Plätze drei und vier gingen an Deutschland mit 6,6 Prozent und Frankreich mit 6,2 Prozent.