Besser schlafen dank Blaulichtfilter

Macheiner erinnert sich bei blauem Licht an den irreführenden Dialog in Rambo 3: „Was ist das? Das ist blaues Licht. Und was macht es? Es leuchtet blau.“ Doch in Wirklichkeit tut dieses kurzwellige Licht vielmehr mit unserem Körper. Wie Sie Ihren Schlaf verbessern können, erklärt Ihnen dieser Ratgeber von handytarife.de

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02.08.2017, 12:43 Uhr

Blaues Licht ist kurzwellig und wird auch von der Sonne abgegeben. In den Morgen- und Abendstunden leuchtet sie mit 5000 Kelvin, tagsüber beträgt die Farbtemperatur etwa 5500 Kelvin und bei bedecktem Himmel oder Nebel verstärkt die kondensierende Feuchtigkeit in der Luft den Wert auf 6500 bis 8500 Kelvin. Licht mit einer kurzen Wellenlänge erhöht die Produktion von Stresshormonen. Dadurch werden Menschen wach und aktiv.

Handy-Displays halten wach

Doch der natürliche Tagesrhythmus bedeutet auch, dass die Wellenlänge des Lichts gegen Abend zunimmt. Wärmere Farben erhöhen die Produktion von Melatonin, die Stresshormone werden abgebaut. Durch das Hormon Melatonin wird der menschliche Organismus ruhiger und letztendlich müde. Doch künstliches Licht führt dazu, dass dieser natürliche Prozess vom dem Zubettgehen nicht mehr stattfindet. Insbesondere die moderne LED-Technik gibt ein kurzwelliges Licht ab. Und auch bei Bildschirmen von Computern, Tablets und Smartphones sind Farbtemperaturen von 6500 Kelvin weit verbreitet.

Eine aktuelle Studie hat die Auswirkungen von blauem Licht auf den Schlaf untersucht. Dabei haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Probanden, die Brillen trugen, die blaues Licht blockieren, eine deutlich höheren Melatonin-Spiegel aufwiesen. Diese untersuchten Personen schliefen außerdem länger und gemessen an dem Pittsburg Sleep Quality Index auch viel besser. Dafür blickten die Teilnehmer etwa 3 bis 5 Stunden vor dem Schlafengehen durch die Blaulichtfilter.

Filtern mit Hardware und Software möglich
 

Wer abends vor dem Fernseher sitzt, muss tatsächlich darüber nachdenken, eine solche Blaulichtfilter-Brille zu tragen oder in den Bild-Einstellungen seines TV-Gerätes die Farbtemperatur auf „warm“ stellen beziehungsweise den Farbton ins rötliche verschieben und die Helligkeit reduzieren. Moderne Handys haben mittlerweile schon ab Werk einen speziellen Modus, um kurzwelliges Licht zu filtern oder die Funktion lässt sich per App nachrüsten. So können Sie auch abends noch etwas mit dem Tablet auf der Couch entspannt surfen oder einen letzen spannenden Artikel auf handytarife.de im Bett lesen, ohne dass Ihr wohlverdienter Schlaf darunter leidet.
 

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