Der Wandel der Zeit

Mal ehrlich: Handys machen einen alt. Ich meine, in meiner Kindheit haben wir uns Zettelchen zugesteckt und keine SMS verschickt. In meiner Jugend war man dann stolz auf ein Handy, das das Format eines Briketts hatte - nur um es kurz darauf gegen ein neues Modell auszutauschen, das selbst in der Hosentasche schwer aufzufinden war.

Smartphone im Café© Drobot Dean / Fotolia.com
14.10.2013, 10:00 Uhr

Inzwischen ist das Handy, nun bekannt unter dem Namen "Smartphone", wieder deutlich gewachsen - und mit ihm die Funktionalität: Ein Smartphone kann uns in den Urlaub lotsen, uns rund um die Uhr mit unserer Lieblingsmusik bedudeln und unser gesamtes Leben organisieren. SMS kann man inzwischen vielleicht noch buchstabieren, aber werden überhaupt noch welche verschickt? Und wozu brauchte man diese MMS!?

Wenn ich so darüber nachdenke habe ich das Gefühl, ich müsste mindestens 95 sein. Tatsächlich hat sich dieser Wandel jedoch in nicht mal zwanzig Jahren vollzogen. Man muss sich das mal vorstellen: Der Mensch hat Millionen von Jahren gebraucht, nur um vom Baum zu klettern und aufrecht zu gehen. Das Handy wird dagegen innerhalb einiger Dekaden aus dem Boden gestampft und mutiert mir-nichts-dir-nichts von einem Knochen mit mieser Sprachqualität zu einem Hightech-Gerät, das unser Leben steuert und für das wir, ohne mit der Wimper zu zucken, gerne mehrere hundert Euro ausgeben.

Ich muss sagen, ich bin wirklich gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickeln wird. Gehen den Herstellern irgendwann einfach die Ideen aus? Oder übernehmen Handys eines Tages die Macht und versklaven den Menschen? Wahrscheinlich wird es auf irgendetwas dazwischen hinauslaufen. Moment, ich hab doch ein Smartphone - das wird die Antwort sicher wissen.

 

Steffie Stichel
Steffie Stichel ist mit Computer, Handy und Co. aufgewachsen und profitiert gerne von deren praktischem Nutzen. Von Leuten, die ohne technischen Schnickschnack nicht mehr leben können und lieber auf ihre Leber statt auf ihr Handy verzichten würden, hält sie jedoch wenig. steffie.stichel@handytarife.de

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